Tourismus in Sachsen

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Sächsische Regionen

Sächsische Regionen

landschaftSachsen ist einzigartig - das gilt für Land und Leute. Wer allerdings glaubt, alle Sachsen sind gleich, der irrt.

So vielfältig wie die Landschaft von der Sächsischen Schweiz bis zur Leipziger Tieflandsbucht sind auch die Sachsen selbst. Dabei hat jede Region ihren eigenen Charakter, den es mit unserer Hilfe zu entdecken gilt. Die sächsischen Regionen sind nicht nur geschichtlich und kulturell geprägt, sondern haben den Sprung in die Moderne geschafft. Das größte Kapital sind dabei die Menschen und ihre kreativen Ideen, die den Freistaat Sachsen bereichern und interessant machen.

Entdecken auch Sie den Freistaat von all seinen faszinierenden Seiten Wer in Sachsen Urlaub machen will, kann sich sein Feriendomizil in verschiedenen Ferienregionen auswählen: Oberlausitz, Sächsisches Elbland, Sächsische Schweiz, Sächsisches Burgen- und Heideland, Erzgebirge und Vogtland. Die Übersicht zeigt Ihnen die Lage und macht Sie mit den landschaftlichen und touristischen Besonderheiten bekannt. Zwischen Vogtland und Oberlausitz liegt ein großer Reichtum an Kultur, Tradition und Moderne

Sächsisches Elbland

Das Sächsische Elbland bildet das Herz von Sachsen und erstreckt sich mit mildem Klima, traditionsreicher Geschichte und mediterranem Charme entlang der Elbe. Kurfürsten wie August der Starke haben der Urlaubsregion Sächsisches Elbland ein großes Erbe hinterlassen. Wer Wein mag, wird die Sächsische Weinstraße lieben. Für Freunde feinen Porzellans ist das Sächsische Elbland eine Reise in die Geburtsregion des weltberühmten Meissener Porzellans. Im Forstbotanischen Garten am Rande des Tharandter Walds - der grünen Lunge vor den Toren Dresdens - geht angesichts der exotischen Blütenpracht für Pflanzenliebhaber die Sonne auf. Wer die Wiege sächsischer Lebensart entdecken möchte, ist zwischen Torgau und Dresden genau richtig. Beliebte und sehenswerte Städte sind Meißen, die Stadt des weißen Goldes oder Dresden das Elbflorenz müssen eigentlich wegen Ihrer großen Bekanntheit kaum noch vorgestellt werden. Eine Fahrt mit dem Dampfer von Dresden die Elbe aufwärts vorbei an Radebeul entlang der sächsischen Weinstraße, dem nördlichsten Weinanbaugebiets Europas, ist ein Vergnügen für sich und nur eine weitere Attraktion für Urlaub und Reisen ins Sächsische Elbland

Sächsische Schweiz

Gleich vor den Toren Dresdens erhebt sich die wildromantische Felsenwelt des Elbsandsteingebirges als eine der eigenwilligsten Naturschönheiten Deutschlands. Wohl die meisten kennen diesen Landstrich als Sächsische Schweiz. Ein großer Teil davon ist zum Nationalpark erklärt. Er gehört zu einem der bedeutendsten in Deutschland. Hier zwischen hohen Tafelbergen ist Urlaub die natürlichste Sache der Welt, besonders für Wanderer und Kletterer. Aber auch Städte wie Pirna und Sebnitz laden zum Verweilen ein

Oberlausitz / Niederschlesien

Aktivurlaub in abwechslungsreichen Landschaften, lebendige Traditionen in Handwerk und Brauchtum und geschichtsträchtige Städte mit pulsierendem Leben: die Oberlausitz bietet Vielseitigkeit. So ist das „Land der 1000 Seen und Teiche“ ist ein Radel- und Wanderparadies. Das über 1000-jährige Bautzen, die Fastentuch-Stadt Zittau und die potentielle Kulturhauptstadt Görlitz 2010 mit ihren über 4.000 Baudenkmalen weckt Entdeckerfreude. Im Dreiländereck Deutschland – Polen – Tschechien erwartet Sie ein kontrastreicher Urlaub

Sächsisches Burgen- und Heideland

Das Sächsische Burgen- und Heideland ist dort, wo Architektur und Kunst, technische Denkmale, handwerkliche Tradition und feste Bräuche eine 1000jährige Geschichte haben, wo in romantischen Flusstälern die Zwickauer und Freiberger Mulde fließen und wo Dübener Heide und Naturpark Dahlener Heide einen riesigen Wald bilden. Also in der romantischen Kulisse der Region zwischen den Städten Chemnitz und Leipzig mit den Tälern der Striegis, der Zschopau, der Mulde und ihren Zusammenflüssen. In dieser reizvollen Heidelandschaft findet man eine eigenwillige Burgenromantik von hohem kulturhistorischem Wert. Hier kann man in beeindruckender Vielfalt auf den Spuren sächsischer Geschichte wandeln oder nur die faszinierende Landschaft genießen. Die sächsischen Kurfürsten haben die sanften Hügel mit ihren stillen Wäldern schon früh für sich als Jagdrevier entdeckt. Auf ihren Spuren wandern heute Pilzsucher und Beerensammler. Nirgendwo sonst in Sachsen ist die Dichte an Burgen, Schlössern und Parkanlagen so hoch wie in dieser klassischen Landschaft, dem Sächsischen Burgen- und Heideland. Wie eine Perlenschnur säumen die alten Gemäuer die Täler entlang der Flüsse. Ob bei Flusstrekking entlang der Mulde, Wanderungen, Rad- und Reittouren in Dahlener und Dübener Heide oder bei wohltuendem Vitalurlaub in Bad Düben oder Bad Lausick, die majestätischen Bauten grüßen schon von Weitem. Wir sind uns sicher, Sie werden sich im Sächsischen Burgen- und Heideland märchenhaft fühlen.

Hier wurden 1000 Jahre Geschichte an 100 Flusskilometern geschrieben. 140 mächtige Burgen mit eigenwilligem Charme, Rittergüter, Schlösser, Adels- und Herrenhäuser sowie Kirchen aus allen Kunstepochen des letzten Jahrhunderts, aneinander gereiht wie Perlen an einer Schnur fügen sich überraschend in die reizvolle Natur ein und machen das Tal zu einem echten Juwel. Die zu Beginn des 14. Jahrhunderts entstandene Burg Kriebstein gilt als die besterhaltene Ritterburg dieser Region. Auch die hoch über dem Fluss Zschopau thronenden Burgen und Schlösser, um die Sagen und Legenden ranken, gilt es zu entdecken. So bieten unter anderem auch die Burg Scharfenstein, Schloss Sachsenburg, Schloss Lichtenwalde mit Park oder Schloss Augustusburg unvergessliche Erlebnisse. Viele dieser Burgen sind Austragungsort des jährlich stattfinden „Mittelsächsischen Kultursommers“. Hier bleibt keine Zeit für Langeweile. Es lässt sich gut wandern im „Tal der Burgen“, ob zu Fuß, im Boot oder auf dem Fahrrad. Wer jedoch einen kräftigen Pferderücken bevorzugt, der hat hier zahlreiche Reiterhöfe zur Auswahl.

Vogtland

Das malerische Vogtland begrüßt Sie als Oase der Musik, Spitze und Gesundheit. Freunde wunderbarer Musik, Liebhaber schöner Landschaften und Genießer entspannender Momente werden von der Region begeistert sein. So zeigt sich Ihnen das Vogtland als klingende Ferienregion mit seinem meisterlichen Musikinstrumentenbau, als Fertigungsstätte der filigranen Plauener Spitze ® und als Ort für Kur und Rehabilitation mit traditionsreichen Kurorten in einer sanfthügeligen Berglandschaft. Sie werden es erleben - Im Vogtland hängt der Himmel voller Geigen, finden Sie Ihren Gesundbrunnen und fühlen Sie sich Spitze!

Erzgebirge

Wer im Erzgebirge Urlaub machen will, muss sich auf vieles gefasst machen: auf Berge, jahrhundertealtes Kunsthandwerk, geschichtsträchtige Städte, lebendige Bergbautraditionen. Fast jeder kennt die Nussknacker und Räuchermännchen, die vor allem zur Weihnachtszeit heiß begehrt sind. Es hat sich auch herumgesprochen, dass Oberwiesenthal und Altenberg Wintersportzentren und die unzähligen Waldwege ein wahres Wanderparadies sind. Die Städte spiegeln den Reichtum aus glanzvollen Bergbauzeiten wider. Den Westen Sachsens prägen der Automobilbau und die Musik. Das (auto)mobile und musikalische Herz schlägt in Zwickau. Diese wunderschöne, von Jugendstil geprägte Stadt ist für Musikenthusiasten mit Robert Schumann verbunden und für Liebhaber glänzender Karossen mit August Horch. Erzgebirge – wo ist das überhaupt? Erst einmal vornweg: es ist eine Region voller Überraschungen und Erlebnisse zu jeder Jahreszeit – versteht sich. Und jetzt heißt es: ab in den Süden! Es ist eine der bedeutsamsten Feriengebiete Sachsens. Dieses attraktive, waldreiche Mittelgebirge an der Grenze zur Tschechischen Republik steigt mit dem Fichtelberg bei Oberwiesenthal – übrigens Deutschlands höchst gelegene Stadt – auf über 1200 m an. Es entstand vor etwa 300 Millionen Jahren. Ungewöhnlich ist der Reichtum an Bodenschätzen, die verhältnismäßig nahe der Oberfläche lagern. Silber, Zinn, Kobalt, Blei und andere Metalle haben Sachsen einst zu einem der reichsten Länder Deutschlands gemacht. Der später begonnene Uranabbau war wirtschaftlich gesehen allerdings nur von geringer Bedeutung. Bereits der Name Erzgebirge verrät die Besonderheit dieses sächsischen Mittelgebirges. Die reichen Erze, gewonnen von fleißigen und erfindungsreichen Bergleuten und verhüttet von erfahrenen Hüttenleuten, wurden von Künstlern, Handwerkern und Industrieunternehmen zu den vielfältigsten Produkten verarbeitet. Das Montanwesen drückte dem ganzen Erzgebirge den Stempel auf, ob nun als landschaftsverändernde Kraft oder als prägender Faktor der gesamten Kulturgeschichte. Wenn heute auch kein Berggeschrei mehr ertönt, so haben sich dennoch aus vielen Jahrhunderten montanistischer Tätigkeit unzählige technische Denkmale wie Grubengebäude, das untertägige System von Strecken, Schächten und Stollen, Halden und Anlagen der Wasserwirtschaft erhalten. In dieser abwechslungsreichen Region mit tief eingeschnittenen Tälern, Hochebenen, künstlich angelegten Seen, Talsperren und Hochmooren vermitteln eine Vielzahl kunsthistorischer und einmaliger Sehenswürdigkeiten interessante Eindrücke von Vergangenheit und Gegenwart. Dieser unermessliche Reichtum an Bodenschätzen, Bergbaugeschichte, Volkskunst und Brauchtum zeugen heute noch von der Blütezeit des Erzbergbaus, aber auch von den schweren Zeiten der Bergleute nach seinem Niedergang

Zschopautal

ZschopautalAusgedehnte Waldgebiete, durchschnitten von Talsperren, wildromantischen Tälern, bizarren Felsmassiven, von blühenden Wiesenhängen mit klaren Bächen, sind als Urlaubsziele empfehlenswert. Aber nicht nur landschaftliche Schönheit, sondern auch historische Sehenswürdigkeiten und vielfältige touristische und sportliche Möglichkeiten erwarten Sie - Voraussetzungen für einen erholsamen Urlaub finden Sie auf alle Fälle links und rechts der Zschopau. Hier können Sie ein Stück unberührte Natur genießen, welches zum Erholen, Entspannen und Entdecken einlädt. Jede Jahreszeit bietet für jede Altersklasse spezielle Möglichkeiten für eine erfolgreiche Erholung.
Nahezu die Hälfte der Fläche des Zschopautales sind Landschaftsschutz-Gebiete, eine Vielfalt von Objekten werden als Flächennaturdenkmale und Naturdenkmale geschützt.Ein weitverzweigtes Wanderwegenetz mit übersichtlich markierten Wegen läßt Spaziergänge und ausgedehnte Wanderungen zu einem nachhaltigen Naturerlebnis werden. Unweit von Zschopau befindet sich das Renaissanceschloß Augustusburg, ein beliebtes Ausflugsziel. Neben seinen musealen Einrichtungen, wie z.B. Motorradmuseum, Jagd-, Tier- und Vogelkundemuseum und Falknerhof, bietet es eine Vielzahl verschiedener Veranstaltungen. Die Kutschen-Sammlung zeigt Prunk- und Reisekutschen des Dresdner Hofes aus dem 18. und 19. Jahrhundert.
In Börnichen, zwischen Zschopau- und Flöhatal sowie unmittelbar am Wandergebiet Bornwald gelegen, zieht die Schwarzmühle manch neugierigen Besucher an. Hier trifft man den Besitzer, Herrn Martin, welcher das seltene Handwerk des Formstechens ausübt. Wie zu Großmutters Zeiten entstehen u.a. dekorative Butterformen.
Das Wahrzeichen der Bergstadt Zschopau ist Schloss Wildeck mit dem ältesten Bauwerk der Stadt, dem Bergfried "Dicker Heinrich". Im Schloss befinden sich verschiedene Ausstellungen und die Bibliothek.
Vielfältige Veranstaltungen können besucht werden. Von der 31m hohen Aussichtsplattform des "Dicken Heinrich" hat man einen herrlichen Rundblick über die reizvolle Stadt und ihre Umgebung. Das Besucher-Bergwerk ist zwar keine große Anlage, doch ist hier, unverfälscht durch spätere Aktivitäten, der mittelalterliche Bergbau mit Schlegel und Eisen, wie er vor über 200 Jahren betrieben wurde, zu sehen.
Zschopau ist auch als Motorradstadt weltbekannt. Jährlich findet im Herbst die traditionelle Enduro-Geländefahrt "Rund um Zschopau" statt.
Die Burganlage der Erlebnisburg Scharfenstein ist romantisch schön, voller Erlebnisse und Attraktionen. Mit dem einmaligen Museum "Sehnsucht nach dem Licht", wurde eine bedeutende Ausstellung erzgebirgischer Spielwaren und Volkskunst geschaffen, welche Groß und Klein anzieht.
Staustufe ZschopauDas Zschopautal bei Wolkenstein mit der Wolkensteiner Schweiz und dem Aussichtspunkt "Anton-Günther-Höhe" bietet für Spaziergänge und Wanderungen ideale Bedingungen.
Burgen, Schlösser, Kirchen, alte Fachwerkhäuser, Mühlen und verschiedene Denkmale geben historisch interessierten Besuchern Anregungen zu Exkursionen in die Vergangenheit. Bergbauhistorische Zeugen fügen sich eindrucksvoll in die erzgebirgische Landschaft ein.
Die Erzgebirgische Volkskunst, wie Klöppeln, Schnitzen und Drechseln, die auch heute noch gepflegt wird, ist weit über die Grenzen des Landes bekannt.
Die Bereiche Kultur und Sport bieten für Erwachsene und Kinder vielfältige Möglichkeiten.
Besonderen Reiz hat natürlich die Weihnachtszeit. Ein abendlicher Bummel durch die Straßen und Gassen der Erzgebirgsdörfer und Städte läßt bei Groß und Klein Weihnachtsstimmung aufkommen. Auch die Winterzeit wollen wir nicht vergessen. Obwohl unsere Region nicht zu den schneesichersten Gebieten gehört, gibt es zahlreiche Möglichkeiten in der näheren Umgebung, um Wintersport zu treiben.
Besonders reizvoll ist auch ein Spaziergang durch den verschneiten Winterwald, bzw. lockt eine Pferdeschlittenfahrt Kinder ebenso wie Erwachsene hinaus in die verschneite Natur. Ein ganz besonderes Erlebnis in dieser Jahreszeit.
Bei all dieser Vielfalt an touristischen Möglichkeiten kommt die erzgebirgische Gastlichkeit nicht zu kurz. In den Orten laden gemütlich eingerichtete Zimmer, sei es in Hotels, Pensionen, Ferienwohnungen oder in Privatzimmern, zur Übernachtung ein. An das leibliche Wohl ist ebenfalls gedacht. Gepflegte Gaststätten und Cafés erwarten Sie zum Verweilen und Verwöhnen.
Haben wir mit diesen wenigen Anregungen Ihr Interesse geweckt? Dann würden wir uns freuen, Sie zu einer Entdeckungsreise durch das Mittlere Zschopautal begrüßen zu können

Vereinigte Mulde

Vereinigte MuldeBeeindruckt steht man in der Auenlandschaft, wo zwei wichtige Flußtäler einmünden in das sich nordwärts in Richtung Grimma öffnende dritte, das Tal der Vereinigte Mulde. Genau an der Landspitze, die den Ort Sermuth trägt, fließen Zwickauer und Freiberger Mulde zusammen und vereinigen sich zur Mulde. Die Sermuther Flur war schon im 6. Jahrhundert besiedelt - wie vor- und frühgeschichtliche Funde belegen. In unserer Zeit hat die Stelle der Vereinigung beider Mulden wasserwirtschaftliche Bedeutung erlangt. Auf der Sermuther Landzunge ist vor dem Zusammenfluß ein Pumpenwerk errichtet worden, von dem 1962 täglich 150.000 Kubikmeter Wasser auf die Anhöhe bei Schönbach gepumpt werden.
Der Thümmlitzwald bildet einen reizvollen Rahmen der Muldenlandschaft. Von Natur aus war der etwa 1300 Hektar umfassende Thümmlitz ein Laubwald mit Eichen, Buchen, Ahorn, Esche, Rüster, Hainbuche, Birke, Erle und Linde.
Ihr weiterer Lauf, als Mulde, Vereinte oder Vereinigte Mulde durch das Sächsische Hügelland führt an Grimma, Nerchau, Trebsen, Wurzen, Eilenburg vorbei.
Danach strömt sie rechts entlang des Auenwalds und des Planitzwalds. Immer ebener und ruhiger wird das Landschaftsbild. Schlösser, Klöster ziehen vorrüber.
Zwischen Dehnitz und Schmölen, wo einst vorgeschichtliche Siedler die günstige Wohnlage am Hochflächenrand bereits erkannt hatten, schuf die Mulde ein sogenanntes Durchbruchstal. Dieses Durchbruchstal ist während der Eiszeit entstanden. Die Mulde fließt bis Dehnitz in einem sehr engen Tal der Muldenaue zwischen den Terrassenrändern. Dann öffnet sich das Tal und die Mulde fließt in einem breiten Tal der Muldenaue.
Die Muldenaue entstand durch die Eiszeit. Die Eiszeit bildete das Urstromtal, durch das die Mulde fließt. Die Muldenaue entstand auch durch Flussablagerungen. Der Fluss ändert in der Aue ständig seinen Lauf. In der Muldenaue sind noch Altwässer der Mulde vorhanden. Die Muldenaue besteht vorwiegend aus Aulehm. Dort herrscht ein sehr feuchtes Klima. Große Nebelfelder sind besonders im Frühling und Herbst möglich. Die Aue dient als Weideland und es werden Zuckerrüben und Weizen angebaut.
In der Muldenaue sind sehr viele Auwälder (z. B. der Planitzwald) bzw. Auwaldreste (z. B. bei Trebsen; Zauche bei Altenbach) vorhanden. Besonders typisch für Aulandschaften sind die Eichen (zwischen Püchau und Canitz). In der Auenlandschaft stehen alte knorrige Eichen. Dies sind vor allen Dingen Stieleichen. Sie werden über 100 Jahre alt. Da die Eichen einzeln stehen, konnten sich die Stämme und die Kronen gut entwickeln. Die Eichen sind so robust, dass sie auch Hochwasser überstehen. Die Umweltbelastungen, besonders die Schadstoffe in der Luft, machen die Eichen sehr krank. Einige sind dadurch schon abgestorben. Für den Lebensraum der Aue ist es gut und richtig, wenn die toten Bäume an ihrem Wuchsort belassen werden. Abgestorbene Äste sind Anziehungspunkte für Greifvögel, Reiher, Kormorane und Krähen.Mulde bei Bad Düben Die Vögel nehmen sie gern als Ruhe-, Verdau- und Schlafplatz an.
Die Mulde schlängelt sich hier zwischen den kaltzeitlich geformten Hochuferlandschaften.
Hinter Bad Düben verlässt sie sächsisches und berührt sachsen-anhaltisches Gebiet. Östlich von Bitterfeld wird sie zum Muldestausee bei Pouch aufgestaut und fließt an Wolfen, Jeßnitz und Dessau vorbei. Die Mulde fließt durch Grubnitz weiter nach Kollau (Kollauer Wehr) und anschließend durch Eilenburg. Nördlich von Dessau und südlich von Roßlau (Elbe) mündet die Vereinigte Mulde nach 124 km in die Elbe

Sächsische Spree

Spreequelle KottmarDie Länge der Spree beträgt rund 400 km (andere Quellen geben 382, 398 bzw. 403 km an), davon sind nur etwa 182 km schiffbar. Das Einzugsgebiet des Flusses umfasst 10.105 Quadratkilometer. Die Spree gilt als Nebenfluss der Havel, obwohl sie um einiges länger ist und an der Mündung mit 36 Kubikmeter pro Sekunde (m³/s) beim Pegel Sophienwerder mehr als doppelt soviel Wasser wie die Havel führt (15 m³/s, Pegel Spandau-Schleuse). Die Bezeichnung Spree hat ihren Ursprung im slawischen zpriav, zspriawa oder auch spiawe, was soviel heißt wie Sorbenfluss, nach dem heute noch im Oberlauf lebenden westslawischen Volk der Sorben. Die Spree fließt durch die Bundesländer Sachsen, Brandenburg und Berlin. In ihrem Oberlauf bildet die Spree zwischen Neugersdorf und Ebersbach die Grenze zu Tschechien. Oberlauf. Der Fluss entsteht im Lausitzer Bergland nahe der Grenze zu Tschechien aus drei Quellen : in Ebersbach-Spreedorf, in Neugersdorf und am Kottmar. Unterhalb von Neusalza-Spremberg reicht der tschechische Fugauer Zipfel von Süden her bis auf ihr Nordufer. Aus dem Bergland heraus fließt die Spree wenige Kilometer über eine Hochfläche, in Bautzen dann hinab in ein tief eingeschnittenes Tal und verlässt die Talsperre Bautzen am nördlichen Rand der Stadt als Tieflandfluss. Lausitzer Tiefland. 9 km weiter beginnt das erste Binnendelta: Die Kleine Spree zweigt nach Westen ab, gewinnt bis zu 10 km Abstand und mündet etwa 30 km flussabwärts bei Spreewitz (zwischen Boxberg/Oberlausitz und Spremberg) wieder in den Hauptfluss. Etwa ab der Verzweigung ist die durchflossene Gegend waldig und bleibt es, mit Ausnahme des Oberspreewaldes und des Beeskower Umlandes, bis nach Berlin-Köpenick. Nördlich von Uhyst wurde der Spreelauf wegen den Braunkohlentagebauen Bärwalde (heute Speicher Bärwalde und Nochten verlegt. Bei Sprey (zu Boxberg) mündet von Osten der Schwarze Schöps, dessen erst 10 km vor der Mündung zufließender SpreeNebenfluss Weißer Schöps sich am Stadtrand von Görlitz bis auf 4 km der Lausitzer Neiße genähert hat. Hinter Spremberg ist die Spree zur Spremberger Talsperre gestaut. Wegen ihres sehr geringen Gefälles fließt die Spree sehr langsam, durchschnittlich ca. 50 cm pro Sekunde. Zwischen Cottbus und Berlin-Köpenick sind es pro Sekunde nur 17 cm und auf den 44 km durch Berlin sogar nur noch neun Zentimeter pro Sekunde Fließgeschwindigkeit. Zu DDR-Zeiten wurden wegen des Braunkohletagebaus erhebliche Mengen an Grundwasser abgepumpt und in die Spree geleitet. Seit dem Ende des Braunkohletagebaus steigt der Grundwasserspiegel wieder und der Spree fehlt Wasser, bis sich ein neues Gleichgewicht eingestellt hat

Schwarze Elster

Schwarze ElsterDer Name Elster hat nichts mit dem Vogel zu tun, er ist slawischen Ursprungs und bedeutet Eilende („alstrawa“). Mit der aus Tschechien im Elstergebirge entspringenden und in die Saale fließenden Weißen Elster kommt die Schwarze Elster nicht in Berührung. Die Beinamen "weiß" und "schwarz" erhielten die Flüsse zur Unterscheidung. Die Schwarze Elster ist ein 179 Kilometer langer, rechter Nebenfluss der Elbe in den deutschen Bundesländern Sachsen, Brandenburg und Sachsen-Anhalt. Der Fluss entspringt im Nordwestlausitzer Hügelland (Oberlausitz) zwischen Elstra und Bischofswerda - etwa an der A4. Nennenswerte Ortschaften an der Schwarzen Elster sind (Aufzählung flussabwärts) Elstra, Kamenz, Hoyerswerda, Senftenberg, Lauchhammer, Elsterwerda, Bad Liebenwerda, Falkenberg, Herzberg (Elster) und Jessen (Elster). Östlich von Lutherstadt Wittenberg mündet der Fluss bei Elster (Elbe) in die Elbe. Jedes Jahr im Mai führen die Schüler der 9. Klassen unter Anleitung von Lehrern der Mittelschule Elstra eine Gewässeruntersuchung an der Schwarzen Elster durch. Die Schwarze Elster ist ein reizvoller Flachlandfluß, im Oberlauf Kleinfluß, später Wanderfluß. Weite Strecken scheinbar endlose Geraden, an manchen Stellen auch verkrautet. Der Ursprung liegt südlich von Elstra. Ab Kamenz (Kilometer 15) ist sie bei leichtem Hochwasser fahrbar. Auf ihrer Länge von 175 Kilometern sind 17 Wehre und ettliche Schwellen zu bewältigen. Am Kilometer 106,5 fließt von links die Große Röder zu. Bei Kilometer 198,6 mündet die Schwarze Elster in die Elbe. Bei etwa Kilometer 64 fließt die Elster knapp 50 m am Senftenberger See vorbei

Sächsische Neiße

NeisseDie Lausitzer Neiße (tschechisch Lužická Nisa, polnisch Nysa Łużycka, früher Görlitzer Neiße) ist ein 256 km langer linker Nebenfluss der Oder. Die Lausitzer Neiße entspringt in Tschechien im Isergebirge nordöstlich von Jablonec nad Nisou (Gablonz) und nur unweit der Grenze zu Polen. Sie fließt dort durch Jablonec nad Nisou und Liberec (Reichenberg) und bildet ab dem Dreiländereck, das sie südlich von Zittau erreicht, den Grenzfluss zwischen Deutschland und Polen. Nordwärts verläuft der Fluss weiter durch Görlitz, den riesigen Fürst-Pückler-Park bei Bad Muskau und die Niederlausitz. Bei Ratzdorf, zwischen Guben und Eisenhüttenstadt, mündet die Neiße in die Oder. Die Lausitzer Neiße wurde als Ergebnis des Zweiten Weltkrieges zur polnischen Westgrenze ("Oder-Neiße-Linie").

Elbe

ElbdampferDer Name „Elbe“ ist nordgermanischen Ursprungs, leitet sich her von "Elfr", "Elfur", "Elv", "Älv", "ælf" = "glänzen". Die später hier erschienenen Slawen nannten den Fluss Labi und entsprechend benannte sich der slawische Stamm der Polaben, denn "po" und "Labi" ergibt: Leute an der Elbe/Elbanwohner. Zu verbinden ist der Flussname aber auch mit dem lateinischen Adjektiv albus für weiß. So nannten die Römer den Fluss Fluvius Albis. Die Elbe heißt dieser Deutung nach entweder wegen des schäumenden Wassers in ihrem Oberlauf so oder aber wegen der hellen Sandufer in grüner Umgebung.
Mit einer Gesamtlänge von 1144 km ist die Elbe einer der größten Ströme Mitteleuropas und gehört zu den 200 längsten Flüssen der Erde. Sie entspringt in Tschechien, 417 Flusskilometer verlaufen auf dem Gebiet der Tschechischen Republik. Der deutsche Anteil der Elbe ist in 727 Fluss-Kilometer unterteilt. Bei Cuxhaven mündet die Elbe in die Nordsee. Da die Elbe ins Meer mündet und nicht in einen anderen Fluss, gilt sie als Strom. Sie entwässert ein Einzugsgebiet von etwa 148.000 Quadratkilometern. Die Elbe ist einer der wenigen europäischen Flüsse, die naturnah ausgebaut wurden, Flussbett und Uferlandschaft sind gut erhalten, obwohl mit den Regulierungsmaßnahmen ab Mitte vergangenen Jahrhunderts natürliche Schifffahrthindernisse beseitigt und eine Fahrrinnenvertiefung erreicht wurde. Die obere Elbe ist bei normalem Wasserstand ca. 100 bis 130 Meter breit, die Fahrrinne hat eine Breite von ca. 50 Metern.
Die Elbe ist ein Wanderfluss: Bei guter bis mäßiger Strömung ist sie ohne Schwierigkeiten zu befahren. Ab der tschechischen Grenze bis zur Mündung bei Cuxhaven findet sich auf 727 km nur ein einziges Hindernis: Die Staustufe Geesthacht. Die Elbe ist damit der längste, praktisch hindernisfrei zu befahrende Wanderfluss Mitteleuropas. Aufgelockert wird die lange Fahrt durch sehenswerte Städte: Pirna, Dresden, Meißen, Torgau, Wittenberg, Dessau, Magdeburg, Tangermünde, Havelberg und Hamburg. Landschaftlich besonders reizvoll ist die Fahrt durch das Elbsandsteingebirge oberhalb Dresdens und die Weiten der Norddeutschen Tiefebene. Um die touristischen Möglichkeiten dieser Gebiete auszuschöpfen, ist die Mitnahme eines Reiseführers anzuraten.
In der Mitte Europas ist sie eine einzigartige Natur- und Kulturlandschaft und lädt Sie ein zu erholsamen und schöpferischen Stunden zwischen Naturgenuß und Kulturerlebnis. Den größten Anteil an diesem Schutzgebiet hat das Land Sachsen- Anhalt. In der Region der Altmark klappert fast in jedem Elbdorf noch ein Storchen- paar auf dem Dach und die Menschen sprechen stolz von “ihren Störchen”. Der Biber dagegen ist nicht so publikumssüchtig und baut deshalb seine Burg an den stillen Nebengewässern der Elbe. Doch weil es im Land über 3000 dieser ein drucksvollen Nager gibt, findet auch der Laie regelmäßig ihre Spuren und macht mit ein wenig Geduld ihre leibhaftige Bekannntschaft. Auch die Geschichte der Landschaft öffnet sich Ihnen. Ob mit dem Auto auf der “Straße der Romanik” oder mit dem Fahrrad auf dem internationalen “Elberadweg R2” - Sie finden ihren individuellen Zugang zu einer weiten, wasser- und lichtdurchfluteten Landschaft.
ElbschleifeDie Elbe verlässt Böhmen durch die sogenannte „Böhmisch-Sächsische Schweiz“, benannt nach ihrer Ähnlichkeit mit der schweizerischen Landschaft: Das Elbsandsteingebirge ist eine Erosionslandschaft aus der Kreidezeit: Entstanden durch Erosion der Elbe und ihrer Nebenflüsse. 200 bis 300 Meter tief schneidet sich die Elbe in steile Sandsteinwände ein. Markante Landschaftspunkte sind die beiden Tafelberge Lilienstein und Königstein. Das „Sächsisch-böhmische Kreidesandsteingebiet“ erstreckt sich innerhalb des deutschen Gebietes von der Staatsgrenze zu Tschechien etwa bis Pirna (südöstlich von Dresden). Landschaftsräumlich ist der Bereich als Elbsandsteingebirge bzw. der deutsche Teil des Gebirges als Sächsische Schweiz bekannt. Das „Sächsische Hügelland und Erzgebirgsvorland“ passiert die Elbe von Pirna/Dresden bis kurz vor Riesa. Von dort erstreckt sich bis kurz hinter Magdeburg (etwa Mündung des Elbe-Havel-Kanals) der lange Verlauf des „Elbe-Mulde-Tieflandes“. Danach reicht ein weiterer sehr langgezogener Abschnitt, die „Elbtalniederung“, bis vor die südöstlichen Tore Hamburgs. Alle diese Abschnitte und Naturräume gehören zur kontinentalen biogeografischen Region.
Im letzten Jahrhundert war das Elbsandsteingebirge stark gefährdet durch Steinbrauchabbau, seit 1912 ist mit der Ausweisung von Schutzgebieten begonnen worden. Im Jahre 1938 folgte das Naturschutzgebiet Bastei: Die letzten fünfhundert Meter naturbelassene Felsabbruchkante des Elbetales, im Jahre 1940 das Naturschutzgebiet Polenztal, 1961 die Postelwitzer Steinbrüche und Grosser Winterberg. Im Jahre 1956 wurde das Gesamtgebiet Sächsische Schweiz unter Landschaftsschutz gestellt: Eine Fläche von 368 km². Von tschechischer Seite ist geplant: Der Nationalpark "Böhmische Schweiz" mit einer Fläche von fast 100 km², anschließend an den östlichen Teil des deutschen Nationalparks.Elbsandsteingebirge
Die Nebengewässer in den Elbauen weisen eine große Vielfalt an Wasser-, Sumpf- und Uferpflanzen auf, darunter seltenere Arten wie die Krebsschere, die Schwanenblume und die Seekanne. Im Spätfrühling und Frühsommer sind viele Tümpel und Flutmulden von einem weißen Teppich blühenden Wasserhahnenfußes bedeckt. Feuchtwiesen sind zur gleichen Zeit rosa von Blütenaspekten der Kuckuckslichtnelke und gelb von verschiedenen Hahnenfuß-Arten. Sehr kleinräumlich können sich feuchte und trockene Biotope abwechseln, so dass man wenige Meter entfernt Pflanzen der Magerrasen und Sand-Trockenrasen findet. An der Unterelbe mischen sich Florenelemente atlantischer und salzverträglicher Standorte in die Ufervegetation. Dazu gehört beispielsweise die Strandsimse. Eine Rarität, die weltweit betrachtet ausschließlich an wenigen Stellen der Unterelbe endemisch vorkommt, ist der Schierlings-Wasserfenchel (Oenanthe conioides). Dieser ist auf den extrem seltenen Lebensraum „tidebeeinflusstes Süßwasserwatt“ spezialisiert.
Da die Elbe sehr unterschiedliche Landschaften durchläuft, sind die sie begleitenden Biotope je nach naturräumlichen Gegebenheiten und dem Grad der Veränderung durch den Menschen entsprechend verschieden. Auf tschechischer Seite und im sächsischen Mittelgebirgsbereich ist die Flussaue überwiegend auf ein schmales, teilweises schluchtartiges Kerbtal beschränkt, das sich nur streckenweise weiter öffnet. Solche Areale sind dann oft mit Siedlungen, Verkehrswegen oder Landwirtschaft überformt. Ein höheres Maß an natürlichen oder naturnahen Biotopen weist der lange Mittellauf auf, der vergleichsweise dünn besiedelt ist, allerdings durch Deichbau einen großen Teil der ursprünglichen Auenlandschaft innerhalb der Urstromtäler verloren hat. Der Unterlauf wiederum hat durch die Dimensionierung des Mündungstrichters, durch den Gezeiteneinfluss und durch die Nutzung als Wasserstraße einen gänzlich eigenen Charakter.
Zu den natürlichen Biotoptypen eines mitteleuropäischen Tieflandflusses gehören vor allem Weichholz- und Hartholzauwälder. Während die länger überflutungstoleranten Weichholzauen aus Weiden und Pappeln noch auf größeren Abschnitten zumindest linear vorhanden sind, sind Hartholzauen (mit Eichen, Ulmen, Eschen u. a.) nur noch in Fragmenten erhalten geblieben. Oft mussten sie landwirtschaftlichen Flächen weichen oder wurden durch Deichbau vom regelmäßigen, lebensnotwendigen Überflutungsgeschehen abgeschnitten. Die größten zusammenhängenden Reste von „echtem“ Auwald - auch ganz Mitteleuropas - finden sich heute im Dessauer Elbtal, insbesondere zwischen den Mündungen von Mulde und Saale.
Weiden am ElbuferDie überwiegend offenen Landschaften der mittleren Elb-Auen werden von Grünlandnutzung, in überschwemmungssichereren Bereichen auch von Ackernutzung geprägt. Dazwischen sind Biotoptypen wie Niedermoore (Erlenbruchwälder, Großseggenriede, Röhrichte) und verschiedene Stillgewässerarten anzutreffen. Vor allem vor der Regulierung des Flussverlaufes durch Deiche sowie Buhnen konnten durch die Fließgewässerdynamik (Hochwässer, Verlaufsänderungen) ständig neue Randgewässer wie Flutrinnen und -mulden, Altarme und Bracks entstehen. Ein Charakteristikum der Elbe ist auch nach der Ausdeichung erhalten geblieben: Bei Hochwasser steigt der Grundwasserspiegel zeitlich verzögert an und drückt – begünstigt durch den grobporigen, sandigen Boden – unter den Deichen hindurch. Auf der anderen Seite tritt dieses Wasser als so genanntes Dränge-, Druck- oder Qualmwasser wieder an die Oberfläche. Auf diese Weise entstehen dort temporäre Gewässer, in denen viele sehr seltene Tier- und Pflanzenarten ein Refugium haben – ein gewisser Ersatz für die ursprünglichen, durch die Bedeichung verloren gegangenen Überflutungsbiotope. Das sandige Ufer der Elbe selbst mit den ständigen Wechseln aus Überstauung und Trockenheit ist ebenfalls Lebensraum einer spezialisierten Flora und Fauna. Gleiches gilt für pleistozäne Geestrücken und periglazial entstandene Flugsanddünen, die entweder als Inseln innerhalb der Talaue liegen oder diese begrenzen (vergleiche beispielsweise: Höhbeck).
In den stärker urban geprägten Abschnitten des Elbufers finden sich oft Grünlandflächen auf den Auenstandorten, so genannte "Elbwiesen". Diese werden in der Regel extensiv als Weide oder Mähwiese bewirtschaftet und dienen zudem als Erholungs- und Veranstaltungsflächen. Dabei verblieben aber auch Reste von Auenbewaldung die teilweise unter Naturschutz stehen. Häufig spielen sie auch als Retentionsraum eine Rolle und dienen zusammen mit verlandeten Altarmen dem Hochwasserschutz. Nebenarme der Elbe wurden entweder künstlich trocken gelegt oder verlandeten von selbst und sind heute innerhalb von bebauten Gebieten als Feuchtwiese erhalten. Diese Altarme, die bei Hochwasser selbst schnell hohe Wasserstände und Fließgeschwindigkeiten aufweisen, wurden nicht überall baufrei gehalten. Im Unterlauf übt die Nordsee bereits einen merklichen Einfluss auf die Landschaft und die Lebewelt aus. Die weitläufigen, von Entwässerungsgräben durchzogenen Grünlandkomplexe entlang der Elbe werden hier als Marsch bezeichnet

Freiberger Mulde

Freiberger MuldeDie Freiberger Mulde entspringt in Tschechien auf dem Hauptkamm des Osterzgebirges 2 km südöstlich von Moldava (Moldau) als Moldavský potok in einer Höhenlage von 855 m über NN zwischen der Sklařský vrch und der Oldřišský vrch. Die Quelle ist nur 2,5 km von der Quelle der Wilden Weißeritz und nur 1 km vom Quellgebiet der Flöha entfernt.
Nach etwa 5 km überfließt sie die Grenze nach Deutschland.In westlicher Richtung fließend erreicht sie den ersten deutschen Ort Holzhau in einer Höhe von ca. 600 m NN und Rechenberg-Bienenmühle in einer Höhe von ca. 545 m NN. Ihr Tal ist um 150 bis 200 m gegenüber den umliegenden Höhen eingetieft. In seichten Schwüngen fließt sie in nord-westlicher Richtung und ab Holzau nimmt sie durch Zuläufe mehrerer kleiner Bäche beachtlich zu. Über Bienenmühle ändert sie langsam ihren Verlauf in west-nord-wetsliche Richtung und ab Mulda-Randeck beginnt sie in starken Schlangenlinien zu fließen . Mehr und mehr wendet sie sich erst in nordwestliche und dann fast in nördliche Richtung. In Mulda münden von links der Chemnitzbach und der Helbigsdorfer Bach, in Lichtenberg von rechts die Gimmlitz. Der Fluss fließt in einem immer stärker eingetieften Tal, das zwischen Freiberg und Halsbrücke immer noch fast 100 m tiefer als die Hochfläche des nach Norden allmählich abfallenden Erzgebirges ist. Sie erreicht die alte Bergbaulandschaft, die durch zahlreiche technische und Kulturdenkmäler geprägt ist. Die Talhänge sind fast vollständig von naturnahen Mischwald besetzt. Nachdem sie Weißenborn/Erzgeb, Muldenhütten und Hilbersdorf passiert sie ihre Namengeberin Freiberg.
In starken Krümmungen windet sich die Freiberger Mulde an Freiberg vorbei bis Nossen in einem bis zu 100 m tief eingeschnittenen Tal. Bei S.-Breitenbach vereinigt sich die Bobritzsch mit der Freiberger Mulde.
Bei Töpeln mündet die Zschopau in die Freiberger Mulde. Die wichtigsten Nebenflüsse der Freiberger Mulde sind Bobritzsch, Gimmlitz und Striegis.
Freiberg ist Sachsens älteste und bedeutendste Bergstadt, Sie entstand im 12. Jahrhundert. Die reichen Silbervorkommen begünstigten die Entwicklung der Stadt Freiberg zum wirtschaftlichen Zentrum der Wettiner Herrscher, die hier die 1240 erstmals erwähnte Münze einrichteten. Nun nehmen die sehr starken Schwünge des Flusses ab und in ausgewogenen Schwüngen fließt die Freiberger Mulde weiter in westlicher Richtung um sich bei Niederstriegis mit dem Fluß Striegis zu vereinigen. Über Döbeln , vorbei an Kloster-Buch und Leisnig, fließt die Freiberger Mulde stetig bis bei Töpeln die Zschopau in die Freiberger Mulde mündet. Ihre letzte Vereinigung findet in Sermuth statt, wo sie sich selbst in die Zwickauer Mulde ergießt und von dort als vereinigte Mulde in nördlicher Richtung weiter fließt, um bei Dessau in die Elbe zu münden. Freiberger MuldeGanz verschieden ist die Beschaffenheit der Radroutenführung entlang der Freiberger Mulde. Entsprechend der hügligen Landschaft gibt es einen ständigen Wechsel zwischen ruhigen Nebenstrassen, Radwegen, befestigt oder unbefestigt, Wald- und Feldwegen aber auch ab und zu Streckenführungen mit mässigem Verkehr. So sind auch einige Steigungen zu überwinden.
Die Freiberger Mulde ist der rechte bzw. östliche Quellfluss der Mulde. Eine weniger gebräuchliche Bezeichnung ist daher auch der Name Östliche Mulde.
Die Freiberger Mulde und die Zwickauer Mulde treffen sich bei Sermuth und schließen sich zur Vereinigten Mulde zusammen, die dann bei Dessau in die Elbe mündet. Alle 3 Mulden haben in etwa die gleiche Lauflänge, jeweils etwas über 100 km.
Die Mulde ist der schnellste Fluss Europas!
Außerdem muss auch noch die Zschopau erwähnt werden, sie ist der natürliche Gewässerlauf der Mulde. Die Zschopau, der untere Teil der Freiberger Mulde und die Vereinigte Mulde haben eine Gesamtlauflänge von 252 km und einen Höhenunterschied von der Quelle bis zur Mündung von etwa 1.000 m

Zwickauer Mulde

Muldenschleife Die Milda occidentalis, wie sie in alten Urkunden bezeichnet wird, beginnt ihren Lauf in der Kammregion des Westerzgebirges, unweit der kleinen Stadt Schöneck im Oberen Vogtland. Die rote Mulde und die Weiße Mulde - zwei kleine Bäche - bilden hier die Quellen der Zwickauer Mulde in etwa 800 Metern über dem Meeresspiegel. Das Quellgebiet der Roten Mulde liegt zwischen Tannenhaus und dem Sägewerk Schöneck in den sogenannten Lehmgruben. Von dort aus fließt der Bach in östliche Richtung zur Talsperre Muldenberg.
Das Quellgebiet der Weißen Mulde befindet sich in den Wiesen des Ortsteils Kottenheide. Sie fließt nördlich durch den oberen und unteren Weißmuldenteich ebenfalls in die Muldenberger Talsperre, die zwischen 1920 und 1925 gebaut wurde. Etwa 100 Meter vor der Talsperre vereinigen sich die beiden Flüsse um sich nach der Muldenberger Talsperre gemeinsam als Zwickauer Mulde 128 Kilometer durch das Land zu schlängeln.
Bei Aue nimmt sie das Schwarzwasser auf und wechselt die Fließrichtung in Richtung Nordwest. Bei Zwickau verlässt sie das Erzgebirge, passiert Glauchau, Waldenburg, Penig, Lunzenau und Rochlitz und nimmt als größten Nebenfluss, in der Nähe von Wechselburg, die Chemnitz auf.
Nördlich von Colditz und Zschadraß vereinigt sie sich nach 166 km mit der Freiberger Mulde.
Die Nutzung des Wassers durch den Menschen ist so alt, wie die menschliche Gesellschaft selbst, waren doch die Wasserläufe schon immer von größter Wichtigkeit für das menschliche Leben, genutzt als Nahrungsquelle und Transportweg.Muldenufer
Bereits im 10. Jahrhundert wurde das Gebiet des Miriquidi (dunkler Wald) besiedelt. Im Zuge der deutschen Ostexpansion drangen deutsche Feudalherren auch in das Gebiet der Mulde vor und sicherten sich hier ihre Machtpositionen an den vorteilhaften Flussstraßen und seinem Uferland durch Burgen und Burgwarte. So entstanden an der Zwickauer Mulde erste Heeres- und Handelsplätze. Zwar waren die kriegerischen Auseinandersetzungen in dieser Region bei weitem nicht so heftig wie beispielsweise in der Elbregion, dennoch galt die Mulde mit ihrem näheren Uferraum als Grenzgürtel

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