Der Stifter des hiesigen Klosters war der Patrizier und Voigt Conrad Egerer zum Stein. Der ältere Teil des Klosters umfasste zwei Seiten des nach ihm benannten Klosterplatzes, nördlich davon befanden sich die Badestube, die Stallungen und das Klosterlazarett. Es ist nicht belegt, welchem der beiden großen Stadtbrände, 1328 oder 1403, das Kloster zum Opfer fiel. Der daraufhin erfolgte Neubau konnte allerdings nicht sehr dauerhaft gewesen sein, denn um 1482 mussten bereits die Klosterschule und 1494 die große Bastei mit der darin befindlichen Bibliothek der Mönche erneuert werden. Den Höhepunkt bei der Vollendung des Klosters bildete schließlich 1517 der Bau einer bemerkenswerten Klosterkirche, die sich nahe dem oberen Tore am Weg nach Schneeberg befunden haben muss. In dieser Kirche predigte Martin Luther während seines Aufenthaltes in Zwickau am 30. April 1522. Darüber hinaus besaß das Kloster noch eine kleine Kapelle, in welcher die Mönche Seelenmessen für die auf ihrem Kirchhof Begrabenen hielten.Die Zahl der Ordensbrüder bewegte sich zwischen 70 und 80, wobei einige von Ihnen ständig des Bettelns wegen außerhalb der Stadt in ihren sogenannten Terminierbezirken unterwegs waren. Die Familien, die sich dabei mit ihren Spenden ihr Seelenheil im Leben wie nach dem Tod sowie Anteile an den guten Werken der Bettelmönche sichern wollten, wurden in ein Terminierbuch, welches sich im Original im Stadtarchiv befindet, eingetragen. Mit Privilegien durch die Päpste, die in den Mönchen ein Werkzeug ihrer Macht sahen, ausgezeichnet, durften sie überall predigen, Messen lesen, Beichten hören und Schulen errichten. Dies geschah zumeist ohne Kenntnis und gegen den Willen der örtlichen Geistlichkeit und rief deren Widerspruch hervor. Auseinandersetzungen zwischen beiden wurden mehrfach durch Zwickauer Rat bzw. durch den Naumburger Bischof selbst beigelegt. Das Vordringen der Reformation bedeutete auch für die Mönche in Zwickau einen tiefen Einschnitt. 1521 verbot der Rat das Terminieren in der Stadt. Weil sie ihren Unwillen darüber von der Kanzel öffentlich kundtaten, wurde ihnen 1523 auch das Predigen untersagt. Die Mönche zogen sich daraufhin in ihr Kloster zurück, bevor sie dann schließlich, mit Geld entschädigt, der Stadt verwiesen wurden. 1536 ließ der Rat Klostergebäude und Schule größtenteils abbrechen, der entstandene Freiraum wurde nach und nach mit Bürgerhäusern bebaut. Die Kapelle riss man erst um 1838 ab, um an deren Stelle das Gebäude der Kreishauptmannschaft zu errichten. Leider fiel dieses Gebäude dem schweren Luftangriff vom 19.03.1945 zum Opfer. Heute befinden sich an dieser Stelle Gebäude der Westsächsischen Hochschule Zwickau.Klöster in Sachsen
Zwickau Franziskaner
Der Stifter des hiesigen Klosters war der Patrizier und Voigt Conrad Egerer zum Stein. Der ältere Teil des Klosters umfasste zwei Seiten des nach ihm benannten Klosterplatzes, nördlich davon befanden sich die Badestube, die Stallungen und das Klosterlazarett. Es ist nicht belegt, welchem der beiden großen Stadtbrände, 1328 oder 1403, das Kloster zum Opfer fiel. Der daraufhin erfolgte Neubau konnte allerdings nicht sehr dauerhaft gewesen sein, denn um 1482 mussten bereits die Klosterschule und 1494 die große Bastei mit der darin befindlichen Bibliothek der Mönche erneuert werden. Den Höhepunkt bei der Vollendung des Klosters bildete schließlich 1517 der Bau einer bemerkenswerten Klosterkirche, die sich nahe dem oberen Tore am Weg nach Schneeberg befunden haben muss. In dieser Kirche predigte Martin Luther während seines Aufenthaltes in Zwickau am 30. April 1522. Darüber hinaus besaß das Kloster noch eine kleine Kapelle, in welcher die Mönche Seelenmessen für die auf ihrem Kirchhof Begrabenen hielten.Die Zahl der Ordensbrüder bewegte sich zwischen 70 und 80, wobei einige von Ihnen ständig des Bettelns wegen außerhalb der Stadt in ihren sogenannten Terminierbezirken unterwegs waren. Die Familien, die sich dabei mit ihren Spenden ihr Seelenheil im Leben wie nach dem Tod sowie Anteile an den guten Werken der Bettelmönche sichern wollten, wurden in ein Terminierbuch, welches sich im Original im Stadtarchiv befindet, eingetragen. Mit Privilegien durch die Päpste, die in den Mönchen ein Werkzeug ihrer Macht sahen, ausgezeichnet, durften sie überall predigen, Messen lesen, Beichten hören und Schulen errichten. Dies geschah zumeist ohne Kenntnis und gegen den Willen der örtlichen Geistlichkeit und rief deren Widerspruch hervor. Auseinandersetzungen zwischen beiden wurden mehrfach durch Zwickauer Rat bzw. durch den Naumburger Bischof selbst beigelegt. Das Vordringen der Reformation bedeutete auch für die Mönche in Zwickau einen tiefen Einschnitt. 1521 verbot der Rat das Terminieren in der Stadt. Weil sie ihren Unwillen darüber von der Kanzel öffentlich kundtaten, wurde ihnen 1523 auch das Predigen untersagt. Die Mönche zogen sich daraufhin in ihr Kloster zurück, bevor sie dann schließlich, mit Geld entschädigt, der Stadt verwiesen wurden. 1536 ließ der Rat Klostergebäude und Schule größtenteils abbrechen, der entstandene Freiraum wurde nach und nach mit Bürgerhäusern bebaut. Die Kapelle riss man erst um 1838 ab, um an deren Stelle das Gebäude der Kreishauptmannschaft zu errichten. Leider fiel dieses Gebäude dem schweren Luftangriff vom 19.03.1945 zum Opfer. Heute befinden sich an dieser Stelle Gebäude der Westsächsischen Hochschule Zwickau.Zwickau Franziskaner
Der Stifter des hiesigen Klosters war der Patrizier und Voigt Conrad Egerer zum Stein. Der ältere Teil des Klosters umfasste zwei Seiten des nach ihm benannten Klosterplatzes, nördlich davon befanden sich die Badestube, die Stallungen und das Klosterlazarett. Es ist nicht belegt, welchem der beiden großen Stadtbrände, 1328 oder 1403, das Kloster zum Opfer fiel. Der daraufhin erfolgte Neubau konnte allerdings nicht sehr dauerhaft gewesen sein, denn um 1482 mussten bereits die Klosterschule und 1494 die große Bastei mit der darin befindlichen Bibliothek der Mönche erneuert werden. Den Höhepunkt bei der Vollendung des Klosters bildete schließlich 1517 der Bau einer bemerkenswerten Klosterkirche, die sich nahe dem oberen Tore am Weg nach Schneeberg befunden haben muss. In dieser Kirche predigte Martin Luther während seines Aufenthaltes in Zwickau am 30. April 1522. Darüber hinaus besaß das Kloster noch eine kleine Kapelle, in welcher die Mönche Seelenmessen für die auf ihrem Kirchhof Begrabenen hielten.Die Zahl der Ordensbrüder bewegte sich zwischen 70 und 80, wobei einige von Ihnen ständig des Bettelns wegen außerhalb der Stadt in ihren sogenannten Terminierbezirken unterwegs waren. Die Familien, die sich dabei mit ihren Spenden ihr Seelenheil im Leben wie nach dem Tod sowie Anteile an den guten Werken der Bettelmönche sichern wollten, wurden in ein Terminierbuch, welches sich im Original im Stadtarchiv befindet, eingetragen. Mit Privilegien durch die Päpste, die in den Mönchen ein Werkzeug ihrer Macht sahen, ausgezeichnet, durften sie überall predigen, Messen lesen, Beichten hören und Schulen errichten. Dies geschah zumeist ohne Kenntnis und gegen den Willen der örtlichen Geistlichkeit und rief deren Widerspruch hervor. Auseinandersetzungen zwischen beiden wurden mehrfach durch Zwickauer Rat bzw. durch den Naumburger Bischof selbst beigelegt. Das Vordringen der Reformation bedeutete auch für die Mönche in Zwickau einen tiefen Einschnitt. 1521 verbot der Rat das Terminieren in der Stadt. Weil sie ihren Unwillen darüber von der Kanzel öffentlich kundtaten, wurde ihnen 1523 auch das Predigen untersagt. Die Mönche zogen sich daraufhin in ihr Kloster zurück, bevor sie dann schließlich, mit Geld entschädigt, der Stadt verwiesen wurden. 1536 ließ der Rat Klostergebäude und Schule größtenteils abbrechen, der entstandene Freiraum wurde nach und nach mit Bürgerhäusern bebaut. Die Kapelle riss man erst um 1838 ab, um an deren Stelle das Gebäude der Kreishauptmannschaft zu errichten. Leider fiel dieses Gebäude dem schweren Luftangriff vom 19.03.1945 zum Opfer. Heute befinden sich an dieser Stelle Gebäude der Westsächsischen Hochschule Zwickau.Zittau
Urkundlich wurde die Stadt Zittau 1238 erstmals erwähnt. 1268 stiftet die Familie von Leipa den Franziskanermönchen in Zittau ein Kloster. Bis 1290 wurden das Kloster und die Kirche in Zittau gebaut. Den Chorraum weihte man den Aposteln Petrus und Paulus. Während in anderen Gegenden die Klöster niedergebrannt und die Insassen vertrieben wurden, übernahm die Stadt Zittau 1543 die Gebäude, gewährte den letzten Mönchen eine Leibrente und ließ sie bis zu ihrem Tode dort wohnen. Mönchisches Leben soll es in Zittau schon vor der Klostergründung gegeben haben. Die Brüder haben dabei die bereits 1109 gegründete Nikolaikapelle genutzt. 1293 wurde der Hochaltar der Kirche geweiht, 1313 eine Kapelle der heiligen Katharina und dem heiligen Martin gewidmet. Dem aus Prag geflüchteten Dom-Kapitel diente das Kloster von 1421 bis 1437 als Aufenthaltsort.Für 1488 ist der Beginn der Gewölbeausmalungen durch einen Bruder Vincentius überliefert.
Nachdem das Kloster 310 Jahre bestand, erlischt dieses mit dem Tode des letzten Mönches 1554.Die Kirche wurde 1658 bis 1662 auf Veranlassung
des Bürgermeisters Heinrich von Heffter durchgreifend erneuert. Der Altar ist im Barockstil gehalten. Der Klosterhof wurde als Begräbnisstätte genutzt und es entstanden prunkvolle Grüfte. Der Ostflügel des Klosters diente bis 1928 als Armenhaus. 1928 bis 1934 erfolgte der Umbau zum Museum. Die Kirche wird bis heute für Gottesdienste genutzt
Zittau
Urkundlich wurde die Stadt Zittau 1238 erstmals erwähnt. 1268 stiftet die Familie von Leipa den Franziskanermönchen in Zittau ein Kloster. Bis 1290 wurden das Kloster und die Kirche in Zittau gebaut. Den Chorraum weihte man den Aposteln Petrus und Paulus. Während in anderen Gegenden die Klöster niedergebrannt und die Insassen vertrieben wurden, übernahm die Stadt Zittau 1543 die Gebäude, gewährte den letzten Mönchen eine Leibrente und ließ sie bis zu ihrem Tode dort wohnen. Mönchisches Leben soll es in Zittau schon vor der Klostergründung gegeben haben. Die Brüder haben dabei die bereits 1109 gegründete Nikolaikapelle genutzt. 1293 wurde der Hochaltar der Kirche geweiht, 1313 eine Kapelle der heiligen Katharina und dem heiligen Martin gewidmet. Dem aus Prag geflüchteten Dom-Kapitel diente das Kloster von 1421 bis 1437 als Aufenthaltsort.Für 1488 ist der Beginn der Gewölbeausmalungen durch einen Bruder Vincentius überliefert.
Nachdem das Kloster 310 Jahre bestand, erlischt dieses mit dem Tode des letzten Mönches 1554.Die Kirche wurde 1658 bis 1662 auf Veranlassung
des Bürgermeisters Heinrich von Heffter durchgreifend erneuert. Der Altar ist im Barockstil gehalten. Der Klosterhof wurde als Begräbnisstätte genutzt und es entstanden prunkvolle Grüfte. Der Ostflügel des Klosters diente bis 1928 als Armenhaus. 1928 bis 1934 erfolgte der Umbau zum Museum. Die Kirche wird bis heute für Gottesdienste genutzt
Wurzen
Das von Bischof Herwig 1114 gegründete Kollegiatstift Wurzen mit dem Dom St. Marien verwaltete bis 1581 das Archidiakonat (Dekanat) Wurzen, das als westlichen Teil des Bistums Meißen von Jeßnitz und Pouch bei Bitterfeld im Norden bis Colditz und Geringswalde im Süden reichte. Die Mulde bildete damals die Grenze zwischen den Bistümern Merseburg und Meißen. nDer Dom wurde bereits im Jahre 1114 als Kollegiatstift geweiht und erfuhr im Laufe der Jahrhunderte mehrere gravierende An- und Umbauten. Anfang der 80er Jahre erfuhr die Öffentlichkeit erstmals, dass die Absicht bestand, den Dom als Ruine erklären zu lassen, weil das älteste Bauwerk der Stadt Wurzen unter den damaligen Verhältnissen baulich nicht mehr gesichert werden konnte. Ein wesentlicher und für nachfolgende Generationen unverzichtbarer Bestandteil des Stadtbildes und ein Ort, an dem sich ein Großteil der Stadtgeschichte vollzogen, wäre bei der Weiterverfolgung dieses Gedanken verloren gewesen. Ganz zu schweigen von einer Gewissensentscheidung für einen Christen und Pfarrer, für den der Dom nicht nur ein ehrwürdiges Bauwerk, sondern primär ein Haus Gottes ist.Wurzen
Das von Bischof Herwig 1114 gegründete Kollegiatstift Wurzen mit dem Dom St. Marien verwaltete bis 1581 das Archidiakonat (Dekanat) Wurzen, das als westlichen Teil des Bistums Meißen von Jeßnitz und Pouch bei Bitterfeld im Norden bis Colditz und Geringswalde im Süden reichte. Die Mulde bildete damals die Grenze zwischen den Bistümern Merseburg und Meißen. Der Dom wurde bereits im Jahre 1114 als Kollegiatstift geweiht und erfuhr im Laufe der Jahrhunderte mehrere gravierende An- und Umbauten. Anfang der 80er Jahre erfuhr die Öffentlichkeit erstmals, dass die Absicht bestand, den Dom als Ruine erklären zu lassen, weil das älteste Bauwerk der Stadt Wurzen unter den damaligen Verhältnissen baulich nicht mehr gesichert werden konnte. Ein wesentlicher und für nachfolgende Generationen unverzichtbarer Bestandteil des Stadtbildes und ein Ort, an dem sich ein Großteil der Stadtgeschichte vollzogen, wäre bei der Weiterverfolgung dieses Gedanken verloren gewesen. Ganz zu schweigen von einer Gewissensentscheidung für einen Christen und Pfarrer, für den der Dom nicht nur ein ehrwürdiges Bauwerk, sondern primär ein Haus Gottes ist.Wechselburg
Vor 800 Jahren erbaut, beeindruckt die Pfarrkirche noch heute durch ihre Schlichtheit und romanische Strenge. So lädt sie ein zum stillen Verweilen und Schauen. Sie gibt aber auch Zeugnis vom Glauben vergangener Zeiten, der durch unsere Zeit bis in die Zukunft weist. Als Dedo von Wettin 1156 das Rochlitzer Land erbte, ließ er bald als Graf von Groitzsch im hiesigen Zschillen“ eine Kirche errichten „zu Ehren des heiligen und siegreichen Kreuzes, der seligen, allzeit jungfräulichen Gottesmutter Maria und des hl. Evangelisten Johannes“. Sie sollte Begräbnisort der gräflichen Familie sein. Zur Kirche stiftete Dedo ein Kloster und ließ dazu Mönche vom Augustinerkloster Lauterberg bei Halle kommen. Im Jahre 1168 hat Bischof Gerung von Meißen den Ostteil der Kirche geweiht. Schon um 1180 dürfte die Kirche vollendet gewesen sein, das dazugehörende Kloster etwas später.
Zum Bau wurde Porphyrtuff (versteinerte Lavaasche) vom Rochlitzer Berg verwendet. Ein Zeichen der Kunstfertigkeit der damaligen Zeit stellt die Emporensäule dar, aus einen Stein gehauen. Die Kirche ist als dreischiffige Pfeilerbasilika errichtet – hohes Mittelschiff und niedrigere Seitenschiffe. Der Grundriß ist in Kreuzesform gehalten. Nur über dem Hochchor und über der Empore befand sich ein Kreuzgratgewölbe. Der übrige Raum war mit einer Flachdecke versehen.
Das jetzt gotische Gewölbe wurde im 15. Jahrhundert eingezogen. Wegen Unruhen im Kloster entschloß sich Markgraf Heinrich der Erlauchte, nach Beratungen mit dem Bischof von Meißen das Kloster aufzuheben und übergab es 1278 dem Deutschen Ritterorden. Dieser führte das Kloster zu einer Blütezeit bis zur Reformation. Nach einer Visitation fiel das Kloster 1543 mit allen Besitzungen an den Landesherren Moritz von Sachsen. Bis 1570 rangen die Mönche um die Weiterführung des Klosters, aber vergeblich. Im gleichen Jahre 1543 tauschte Moritz von Sachsen das säkularisierte Kloster gegen die Orte: Hohnstein, Lohmen und Wehlen, deren Besitzer die Herren von Schönburg waren.
Wechselburg
Vor 800 Jahren erbaut, beeindruckt die Pfarrkirche noch heute durch ihre Schlichtheit und romanische Strenge. So lädt sie ein zum stillen Verweilen und Schauen. Sie gibt aber auch Zeugnis vom Glauben vergangener Zeiten, der durch unsere Zeit bis in die Zukunft weist. Als Dedo von Wettin 1156 das Rochlitzer Land erbte, ließ er bald als Graf von Groitzsch im hiesigen Zschillen“ eine Kirche errichten „zu Ehren des heiligen und siegreichen Kreuzes, der seligen, allzeit jungfräulichen Gottesmutter Maria und des hl. Evangelisten Johannes“. Sie sollte Begräbnisort der gräflichen Familie sein. Zur Kirche stiftete Dedo ein Kloster und ließ dazu Mönche vom Augustinerkloster Lauterberg bei Halle kommen. Im Jahre 1168 hat Bischof Gerung von Meißen den Ostteil der Kirche geweiht. Schon um 1180 dürfte die Kirche vollendet gewesen sein, das dazugehörende Kloster etwas später.
Zum Bau wurde Porphyrtuff (versteinerte Lavaasche) vom Rochlitzer Berg verwendet. Ein Zeichen der Kunstfertigkeit der damaligen Zeit stellt die Emporensäule dar, aus einen Stein gehauen. Die Kirche ist als dreischiffige Pfeilerbasilika errichtet – hohes Mittelschiff und niedrigere Seitenschiffe. Der Grundriß ist in Kreuzesform gehalten. Nur über dem Hochchor und über der Empore befand sich ein Kreuzgratgewölbe. Der übrige Raum war mit einer Flachdecke versehen.
Das jetzt gotische Gewölbe wurde im 15. Jahrhundert eingezogen. Wegen Unruhen im Kloster entschloß sich Markgraf Heinrich der Erlauchte, nach Beratungen mit dem Bischof von Meißen das Kloster aufzuheben und übergab es 1278 dem Deutschen Ritterorden. Dieser führte das Kloster zu einer Blütezeit bis zur Reformation. Nach einer Visitation fiel das Kloster 1543 mit allen Besitzungen an den Landesherren Moritz von Sachsen. Bis 1570 rangen die Mönche um die Weiterführung des Klosters, aber vergeblich. Im gleichen Jahre 1543 tauschte Moritz von Sachsen das säkularisierte Kloster gegen die Orte: Hohnstein, Lohmen und Wehlen, deren Besitzer die Herren von Schönburg waren.
Torgau
Wenn man über den Burggraben das Schloß Hartenfels und Schloßkirche und treten ein in die Schlosstrasse in Richtung Markt, den sie nach etwa 300 Metern erreichen werden.Wenige Schritte nach Verlassen des Schlosses Hartenfels wird man plötzlich von einem interessantem Anblick abgelenkt. Unerwartet taucht links eine turmlose spätgotische Hallenkirche aus dem frühen 16. Jahrhundert auf.
Es ist die ehemalige Alltagskirche der Franziskaner. Sie gehörte zum einstigen Franziskanerkloster und wird heute als Aula des Johann-Walter-Gymnasiums genutzt. Sie hat ein wechselvolles Schicksal zu ertragen: Pulvermagazin, Lazarett, Montierungskammer für die Landwehr, Garnisionskirche und Feierstätte, Konzert- und Theatersaal, Turnhalle und Aula.
Die ehemalige Franziskanerkirche St. Peter und Paul und das Kloster wurden bereits 1243 erwähnt. Im Zuge der Reformationsbewegung kam es zum Klostersturm, als Torgauer Bürger die in der Stadt als Heuchler und Schmarotzer verschrieenen Mönche des Bettelmönchsordens verprügelten und verjagten.
Das Franziskanerkloster wurde aufgelöst und 1557 Heimstatt der Torgauer Lateinschule, zu deren Lehrern auch Johann Walter, ein enger Mitarbeiter Luthers und Neuerer der Kirchenmusik zählte. Die spätgotische Hallenkirche wurde 1529 für den täglichen protestantischen Gottesdienst neu geweiht und als Alltagskirche genutzt. Seit 1995 dient der Kirchenbau dem unmittelbar daneben gelegenen Gymnasium als Festsaal. In seinen Räumen finden Tagungen, Konzerte und wechselnde Ausstellungen statt.
Torgau
Wenn man über den Burggraben das Schloß Hartenfels und Schloßkirche und treten ein in die Schlosstrasse in Richtung Markt, den sie nach etwa 300 Metern erreichen werden.Wenige Schritte nach Verlassen des Schlosses Hartenfels wird man plötzlich von einem interessantem Anblick abgelenkt. Unerwartet taucht links eine turmlose spätgotische Hallenkirche aus dem frühen 16. Jahrhundert auf.
Es ist die ehemalige Alltagskirche der Franziskaner. Sie gehörte zum einstigen Franziskanerkloster und wird heute als Aula des Johann-Walter-Gymnasiums genutzt. Sie hat ein wechselvolles Schicksal zu ertragen: Pulvermagazin, Lazarett, Montierungskammer für die Landwehr, Garnisionskirche und Feierstätte, Konzert- und Theatersaal, Turnhalle und Aula.
Die ehemalige Franziskanerkirche St. Peter und Paul und das Kloster wurden bereits 1243 erwähnt. Im Zuge der Reformationsbewegung kam es zum Klostersturm, als Torgauer Bürger die in der Stadt als Heuchler und Schmarotzer verschrieenen Mönche des Bettelmönchsordens verprügelten und verjagten.
Das Franziskanerkloster wurde aufgelöst und 1557 Heimstatt der Torgauer Lateinschule, zu deren Lehrern auch Johann Walter, ein enger Mitarbeiter Luthers und Neuerer der Kirchenmusik zählte. Die spätgotische Hallenkirche wurde 1529 für den täglichen protestantischen Gottesdienst neu geweiht und als Alltagskirche genutzt. Seit 1995 dient der Kirchenbau dem unmittelbar daneben gelegenen Gymnasium als Festsaal. In seinen Räumen finden Tagungen, Konzerte und wechselnde Ausstellungen statt.
Staucha
In Staucha gab es etwa vom ersten Drittel des 13. bis zum Anfang des 14. Jahrhunderts Nonnenkloster. Durch einen Schenkungsbrief eines Meißner Burggrafens von 1261 konnte es seine reiche Ausstattung mit Einkünften und Rechten in Staucha und zahlreiche" Orten seiner Umgebung vergrößern. Mit dem Kloster wird ein etwa 0,60 m hoher Sandsteinblock, auch Nonnenstein genannt, in Verbindung gebracht, der ungefähr 800 m östlich vom Dort an der Straße nach Altsattel liegt. Jedoch handelt es sich wohl um einen Gedenkstein an einen Attsattler Bauern, der laut einem Eintrag im Kirchenbuch am 7. Januar 1630 an dieser Stelle starb. 1259 taucht erstmals der Name Sluchowe auf. Die altsorhische Bezeichnung bedeutet Ort des Sduch. Im gleichen Jahr wird in Niederstaucha ein Herrensitz erwähnt, ein Allodium 1352 als wahrscheinlich burggräflicher Besitz, der vom Kloster an einen Ritter verkauft worden war.Auf Grund der noch vorhandenen Urkunden läßt sich die Stiftung des Benediktinerinnenklosters Staucha im ersten Drittel des 13. Jahrhunderts vermuten. Als Stifter wird damit der Burggraf Meinher I. wahrscheinlich. Geweiht war das Kloster dem Heiligen Johannes dem Täufer, der sich auch zusammen mit Lamm und Kreuz auf dem Klostersiegel befand.
Der Standort des Klosters entspricht vermutlich dem Standort der heutigen Kirche. In Schriften wird von den gesamten Gebäuden namentlich allerdings nur der Klosterkapelle gedacht. Wie umfangreich der einstige Gebäudekomplex wirklich war, läßt sich heute nicht mehr mit Bestimmtheit feststellen. Die einzigen baulichen Reste befinden sich unter der Erde in Form von Resten eines unterirdischen Ganges, die schon 1733 im sächsischen Curiositäten-Cabinet erwähnt sind.
Durch Schenkungen vermehrte sich der Besitz des Klosters zunächst rasch. Später allerdings bereitete vor allem der Standort des Klosters selbst den Insassen Sorgen. Sie litten an Mangel bei Holz und Wasser, es gab Probleme bei der Lebensmittelversorgung, und nicht zuletzt war hier, fern der nächsten größeren Stadt, auch die Sicherheit der Klosterinsassen nicht gegeben. Deshalb baten die Nonnen Markgraf Friedrich den Ernsthaften um Verlegung des Klosters.
In einer auf den 16. März 1328 datierten Urkunde schenkte ihnen der Markgraf das Hospital vor Döbeln mit allen Rechten, Freiheiten, Nutzungen und Zubehörungen, um dort ein neues Kloster zu errichten. Nach dem Umbau des Hospitals zum Kloster erfolgte am 25. März 1330 der Umzug. Dicht neben der Oberbrücke, auf dem rechten Ufer der Mulde, am Fuße des Staupitzberges, erhoben sich die stattlichen Gebäude.
St. Oswald
Wer aus Richtung Schwarzenberg kommt, begegnet am Ortseingang von Waschleithe der unter Denkmalschutz stehenden Ruine der sagenumwobenen "Dudelskirche", die ursprünglich "St. Oswaldskirche" genannt und 1515 als Berg- und Wallfahrtskirche erbaut wurde. Doch bereits bei ihrer Einweihungsfeier wurde sie vom Blitz getroffen und zerstört. Nach einer Sage soll die Kirche einst von zwei Hammerherren erbaut worden sein, die damit ihren Mord am Elterleiner Stadtrichter sühnen wollten. Während der Einweihungsfeier zog jedoch ein schweres Gewitter auf und weil niemand die Glocken läuten wollte, tat es schließlich einer der Hammerherren. Dieser wurde jedoch vom Blitz erschlagen und die Kirche in Schutt und Asche gelegt. Den Leichnam verscharrte man nahe der Kirche. Er soll noch immer nachts in den Gemäuern umhergehen.St. Oswald
Wer aus Richtung Schwarzenberg kommt, begegnet am Ortseingang von Waschleithe der unter Denkmalschutz stehenden Ruine der sagenumwobenen "Dudelskirche", die ursprünglich "St. Oswaldskirche" genannt und 1515 als Berg- und Wallfahrtskirche erbaut wurde. Doch bereits bei ihrer Einweihungsfeier wurde sie vom Blitz getroffen und zerstört. Nach einer Sage soll die Kirche einst von zwei Hammerherren erbaut worden sein, die damit ihren Mord am Elterleiner Stadtrichter sühnen wollten. Während der Einweihungsfeier zog jedoch ein schweres Gewitter auf und weil niemand die Glocken läuten wollte, tat es schließlich einer der Hammerherren. Dieser wurde jedoch vom Blitz erschlagen und die Kirche in Schutt und Asche gelegt. Den Leichnam verscharrte man nahe der Kirche. Er soll noch immer nachts in den Gemäuern umhergehen.St. Marienstern
Das Zisterzienserinnen-Kloster Sankt Marienstern (sorb. Marijina Hwězda) liegt bei Panschwitz-Kuckau in der sächsischen Oberlausitz.Sankt Marienstern gehört zu den wenigen Ordenshäusern, die seit ihrer Gründung der selben Bestimmung dienen. Auch Heute (2006) leben und arbeiten mit der Äbtissin Benedicta Waurick noch 16 Zisterzienser-Nonnen im Kloster und widmen sich u.a. der Betreuung, Ausbildung und Beschäftigung behinderter Menschen, die in 3 Heimen unter der Leitung von Bernhard Höhn untergebracht sind. Teile des Klosters sind frei zugänglich. Dazu gehören: Klosterkirche (außerhalb der Gottesdienste), Klostergarten, Klostermuseum (gebührenpflichtig), Klostergaststätte und Klosterladen. Das Klausurgebäude mit Kreuzgang sowie den Wohn- und Speiseräumen der Nonnen sind für die Öffentlichkeit nicht zugänglich. Lediglich zur 1. Sächsischen Landesausstellung hatte der Konvent auch diesen Bereich für die Ausstellung und deren Besucher geöffnet.
Das Kloster wurde 1248 durch die Herren von Kamenz gestiftet. Im Jahr 1250 wurde das Kloster in den Zisterzienser-Orden aufgenommen und unter die Aufsicht des Klosters Altzella bei Nossen (Sachsen) gestellt. Die Markgrafen von Brandenburg gewährten der Abtei Schutz. Unter dem Ritter Bernhard III. von Kamenz war ab 1280 die Hauptbauzeit des Klosters. Bis zum Jahre 1285 gelangte der Eigen in Klosterbesitz.
Als 1318 König Johann von Böhmen die Herrschaft über die Lausitz erwarb, übernahm er auch den Schutz des Klosters. Während der Hussitenkriege wurde das Kloster 1429 von den Hussiten geplündert und gebrandgeschatzt. Im Mittelalter hat St. Marienstern ausgedehnte Besitzungen erworben, zu denen neben mehr als zwei Dutzend zumeist sorbischen Dörfern auch die beiden Landstädtchen Wittichenau und Bernstadt gehörten. Zur Ausübung ihrer weltlichen Herrschaft ernannten die Äbtissinnen einen Klostervogt, der dem Oberlausitzer Adel entstammte. Seit dem 15. Jahrhundert gehörte das Kloster zu den landtagsfähigen Ständen des Markgraftums Oberlausitz. Es wurde auf dem Landtag durch den Klostervogt vertreten.
Die Reformation überstand das Kloster und mit ihm blieben ein Teil der unter dem Patronat von St. Marienstern stehenden Pfarreien katholisch. Mit Bernstadt stritten die Äbtissinnen Jahrzehnte um die Konfession der dortigen Stadtpfarre, bis sich die protestantischen Bürger endgültig durchsetzten. Nach der Aufhebung des Klosters Altzella (1540) war es längere Zeit umstritten, wer die Visitation des Nonnenklosters und seiner Pfarrer übernehmen sollte. Ansprüche erhoben sowohl die Äbte des Klosters Neuzelle als auch der Domdekan von Bautzen, Johann Leisentrit. Ende des 16. und Anfang des 17. Jahrhunderts wurde Marienstern dann mehrfach durch die Äbte von Strahov und Königsal in Böhmen visitiert.
Während des Dreißigjährigen Krieges wurde das Kloster St. Marienstern von den Schweden geplündert und beschädigt. Der Konvent floh ins Kloster Blesen (heute Bledzow in Polen). Nach dem Krieg kehrte der Konvent zurück und die Kriegsschäden wurden beseitigt. Der Traditionsrezess von 1635 sicherte den Fortbestand des katholischen Stifts unter der nun anbrechenden Herrschaft der protestantischen Kurfürsten von Sachsen. Mit der Krönung von Kurfürst Friedrich August I. von Sachsen als August II. zum König von Polen und dem damit verbundenen Übertritt der sächsischen Herrscherfamilie zum katholischen Glauben bestanden enge Verbindungen zwischen dem Kloster St. Marienstern und dem sächsischen Herrscherhaus. Während des Großen Nordischen Krieges floh der Konvent erneut aus St. Marienstern, diesmal nach Leitmeritz in Böhmen. Nach Kriegsende und Rückkehr der Nonnen erfolgte von 1716 bis 1732 der barocke Umbau der Klosteranlage.
Nach der Säkularisierung des Klosters Neuzelle kam St. Marienstern unter die Aufsicht von Kloster Osseg in Böhmen (heute Osek in Tschechien). Im Jahr 1826 wurde das St.-Josephs-Institut, eine Mädchenschule mit Internat gegründet. Von 1833 bis 1872 kam zur allmählichen Ablösung der Klosterdörfer. Die Untertanen des Klosters konnten sich freikaufen. Während er Revolution von 1848 forderten die sächsischen Revolutionäre vergeblich die Auflösung des Klosters St. Marienstern. 1871 wurde die päpstliche Klausur mit strengeren Regeln für das klösterliche Gemeinschaftsleben im Kloster eingeführt.
1923 wurde in St. Marienstern die erste Diözesansynode des wiedererrichteten Bistums Meißen unter Leitung von Bischof Christian Schreiber abgehalten. Mit Beginn der nationalsozialistischen Herrschaft im Deutschen Reich wurde die Klosterschule von St. Marienstern, geschlossen. Im 2. Weltkrieg wurden im Kloster zunächst Flüchtlinge aus Bessarabien im Kloster einquartiert. Später folgten weitere Kriegsflüchtlinge. 1945 flüchtete ein Teil des Konvents erneut ins böhmische Kloster Osseg. Das Kloster blieb auch nach Gründung der DDR 1949 bestehen. Seinen Grundbesitz brachte das Stift in die Kirchliche Land- und Forstwirtschaft ein, die sämtliche Kirchengüter des Bistums Meißen unter der Schirmherrschaft des Bischofs bewirtschaftete. 1973 wurde im Kloster das Maria-Martha-Heim für behinderte Mädchen eröffnet. Im gleichen Jahr musste die Klosterbrauerei ihre Produktion auf Weisung der DDR-Regierung einstellen. Das heutige "Kloster St. Marienstern - Klosterbräu" wird in Wirklichkeit in Wittichenau hergestellt.
Von 1966 bis 1998 wurde die gesamte Klosteranlage umfassend saniert und restauriert. 1998 fand hier die 1. Sächsische Landesausstellung Zeit und Ewigkeit statt. Nach jahrelangen Querelen ist es seit 2004 den Mitarbeitern offiziell verboten, im Dienst in Gegenwart von Behinderten und Nichtsorben Sorbisch zu sprechen. Das ist das erste Sprachverbot in Deutschland nach 1945.
St. Mariental
St. Marienthal ist ein Zisterzienserinnenkloster in der Oberlausitz. Es liegt nahe dem Ort Ostritz direkt an der Neiße. Ostritz war bis ins 19. Jahrhundert Teil der Klosterherrschaft. Stift St. Marienthal, gegründet von Kunigunde, Gemahlin des Königs Wenzel von Böhmen im Jahr 1234, ist das älteste Frauenkloster des Zisterzienserordens in Deutschland. Es besteht seit seiner Gründung ununterbrochen.Zum Konvent des Klosters gehören im Jahr 2005 15 Schwestern unter Leitung der Äbtissin Regina Wollmann.
Der weitläufige Klosterkomplex ist kulturhistorisch bedeutsam. Er umfasst die Konventsgebäude mit der Abtei als Wohnsitz der Äbtissin, die Klosterkirche, die Propstei (früher Wohnung des Propstes), die Kreuzkapelle und Nebengebäude wie Bäckerei, ein Sägewerk, eine ehemalige Mühle und eine Brauerei. 1992 wurde ein Internationales Begegnungszentrum mit zwei Gästehäusern gegründet, das Hotelübernachtungen anbietet und auch Seminargästen eines klosterzugehörigen Bildungswerks zur Verfügung steht.
Der Konvent von St. Marienthal besitzt umfangreiche landwirtschaftliche Nutzflächen, die zum größten Teil verpachtet sind. Der vom Kloster verpachtete Weinberg ist der östlichste Deutschlands. Das Kloster ist Träger eines Behindertenheimes mit 74 Bewohnern im nahe gelegenen Ort Schlegel. Die zugehörige Werkstatt für behinderte Menschen bietet 30 Arbeitsplätze.
Sornzig
Sornzig besteht aus 2 Gassendorfteilen. Der größere Teil reicht etwa vom Grundstück Stoppe bis zum Ortsausgang in Richtung Zävertitz bzw. Strocken , und zieht sich im Tal des Hasenbaches entlang, der andere reicht von der Klosterschäncke leicht ansteigend bis zum Ortsausgang in Richtung Neusornzig. Beide Teile wurden durch das Kloster- und Kirchengrundstück harmonisch verbunden. Vom Kloster sind große Teile der ehemaligen Klostermauer erhalten , wenn auch nicht mehr als ursprüngliche Trockenmauer und mit mehreren Durchbrüchen versehen. Diese wurden notwendig, als in einem Teil des Klostergeländes 4 Wohnblöcke und Reihengaragen errichtet wurden, die die ursprüngliche Anlage mehr oder weniger zerstörten. Die Gemarkung bestand vor allem aus gewannähnlichen Block- und Streifenfluren. Siedlungs- und Flurformen weisen auf die Übergangszeit der slawischen Besiedlung und der deutschen Kolonisation hin. Bischof Konrad von Meißen bezeugt 1243, daß Siegfried von Mügeln bei der Gründung des Klosters Sornzig diesem die Pfarrkirche des Ortes übertragen und ihr seine Burgkapelle, die zu Mügeln, als Tochterkirche unterstellt hat. Der Propst soll sie in der angegebenen Weise versorgen. Der Bischof bestätigt dem Kloster alles Gericht in den zugehörigen Orten und befreit diese von allen Abgaben. Als Zeugen treten wichtige Persönlichkeiten der näheren Umgebung auf, so der Abt Bernhard von Dobrilugk, Prior Gottschalk von Buch sowie Siegfried von Mügeln und seine Söhne Siegfried und Albert. Sornzig
Sornzig besteht aus 2 Gassendorfteilen. Der größere Teil reicht etwa vom Grundstück Stoppe bis zum Ortsausgang in Richtung Zävertitz bzw. Strocken , und zieht sich im Tal des Hasenbaches entlang, der andere reicht von der Klosterschäncke leicht ansteigend bis zum Ortsausgang in Richtung Neusornzig. Beide Teile wurden durch das Kloster- und Kirchengrundstück harmonisch verbunden. Vom Kloster sind große Teile der ehemaligen Klostermauer erhalten , wenn auch nicht mehr als ursprüngliche Trockenmauer und mit mehreren Durchbrüchen versehen. Diese wurden notwendig, als in einem Teil des Klostergeländes 4 Wohnblöcke und Reihengaragen errichtet wurden, die die ursprüngliche Anlage mehr oder weniger zerstörten. Die Gemarkung bestand vor allem aus gewannähnlichen Block- und Streifenfluren. Siedlungs- und Flurformen weisen auf die Übergangszeit der slawischen Besiedlung und der deutschen Kolonisation hin. Bischof Konrad von Meißen bezeugt 1243, daß Siegfried von Mügeln bei der Gründung des Klosters Sornzig diesem die Pfarrkirche des Ortes übertragen und ihr seine Burgkapelle, die zu Mügeln, als Tochterkirche unterstellt hat. Der Propst soll sie in der angegebenen Weise versorgen. Der Bischof bestätigt dem Kloster alles Gericht in den zugehörigen Orten und befreit diese von allen Abgaben. Als Zeugen treten wichtige Persönlichkeiten der näheren Umgebung auf, so der Abt Bernhard von Dobrilugk, Prior Gottschalk von Buch sowie Siegfried von Mügeln und seine Söhne Siegfried und Albert. Seusslitz
Die erste urkundliche Erwähnung findet Seußlitz im Jahr 1205 als "Suselitz" und Diesbar im Jahr 1272 als "Divesvere".
Im Jahr 1268 stiftete der Markgraf das Schloss den Klarissinnen als Nonnenkloster. Die Gebäude wurden bis 1271 entsprechend umgebaut. Im Jahr 1272 gehörten auch ein Weinberg in Seußlitz und drei Weinberge in Diesbar zum Klosterbesitz. Das im Nordosten außerhalb der Stadtmauer gelegene Maternihospital des Klosters Seußlitz ging im Jahr 1329 in das Eigentum des Dresdner Rates über. Zu diesem Grundbesitz gehörten unter anderem die Vorwerke Prohlis, Coschütz, Rosentitz und Serkowitz sowie Besitzrechte an den Dörfern Plauen, Gohlis, Loschwitz, Lockwitz und Strehlen.
Nach dem Einzug der Reformation in Sachsen ließ der Landesherr das Kloster im Jahr 1541 auflösen. Die Schlossanlage diente nun zunächst als Vorwerk und dann ab 1552 als Rittergut.
Die alte Tradition des jährlich zu Himmelfahrt veranstalteten Seußlitzer Heiratsmarktes, bei dem man eine (vom Bürgermeister beurkundete) Ehe für nur einen Tag eingehen kann, soll an den jährlichen Besuchertag des Klosters sowie an die Auflösung des Klosters und die Verheiratung der Nonnen erinnern.
Schildau / Sitzenroda
Das älteste Gemäuer in Sitzenroda, ragt weit über das Dorf hinaus. Es wurde im Jahre 1571/72 auf Drängen und mit großer materieller Hilfe von Kurfürst August I. an der Stelle errichtet, wo bereits 1198 das Kloster geweiht wurde. Beide spielten in der Geschichte des Dorfes eine Doppelrolle. Die erste war zugleich eine Klosterkirche gewesen, die heutige eine Hofkirche des kursächsischen Hofes, wenn in Sitzenroda zur Jagd geweilt wurde. Die Hilfe des Landesherren zum Kirchenbau war nicht für die Gemeinde bestimmt. Bis etwa 1225 entwickelte sich im Ort das Nonnenkloster Marienpforte. Die Klosterfrauen waren weithin bekannt für ihre Heilkunst, Krankenpflege und Armenfürsorge. Anna von Miltitz war die letzte Äbtissin des Klosters. Ihr Grabstein, auf dem sie in Lebensgröße zu sehen ist, steht im Innern der Kirche. Auch schöne handgeschnitzte Figuren auf dem Altar, sowie ein lebensgroßer gekreuzigter Christus sind in der Kirche zu sehen. Sitzenroda genoss infolge der Ansiedlung des Nonnenklosters eine große Bedeutung. Diese wuchs als nach der Auflösung hier ein prächtiges Jagdschloss entstand. Erbauer war der Kurfürst, welcher von hier aus so oft wie nur möglich mit seinen Gästen und Gefolge seiner Jagdleidenschaft nachging. Für diese Aufenthalte der höfischen Gesellschaft war diese Gotteshaus unentbehrlich.Schildau / Sitzenroda
Das älteste Gemäuer in Sitzenroda, ragt weit über das Dorf hinaus. Es wurde im Jahre 1571/72 auf Drängen und mit großer materieller Hilfe von Kurfürst August I. an der Stelle errichtet, wo bereits 1198 das Kloster geweiht wurde. Beide spielten in der Geschichte des Dorfes eine Doppelrolle. Die erste war zugleich eine Klosterkirche gewesen, die heutige eine Hofkirche des kursächsischen Hofes, wenn in Sitzenroda zur Jagd geweilt wurde. Die Hilfe des Landesherren zum Kirchenbau war nicht für die Gemeinde bestimmt. Bis etwa 1225 entwickelte sich im Ort das Nonnenkloster Marienpforte. Die Klosterfrauen waren weithin bekannt für ihre Heilkunst, Krankenpflege und Armenfürsorge. Anna von Miltitz war die letzte Äbtissin des Klosters. Ihr Grabstein, auf dem sie in Lebensgröße zu sehen ist, steht im Innern der Kirche. Auch schöne handgeschnitzte Figuren auf dem Altar, sowie ein lebensgroßer gekreuzigter Christus sind in der Kirche zu sehen. Sitzenroda genoss infolge der Ansiedlung des Nonnenklosters eine große Bedeutung. Diese wuchs als nach der Auflösung hier ein prächtiges Jagdschloss entstand. Erbauer war der Kurfürst, welcher von hier aus so oft wie nur möglich mit seinen Gästen und Gefolge seiner Jagdleidenschaft nachging. Für diese Aufenthalte der höfischen Gesellschaft war diese Gotteshaus unentbehrlich.Riesa
Im 7. Jahrhundert setzt eine slawische Besiedlung ein. Riesa wurde im Jahr 1119 erstmals urkundlich in einer Urkunde des Papstes Kalixt II. als Kloster „Rezoa“ erwähnt. Dies ist die lateinische Form des slawischen Wortes „Riesowe“ – „Ort am Fluss“. In den ersten Jahrhunderten ist die Geschichte des Dorfes Riesa eng mit der des Klosters verbunden. Der Ort wurde von Bischof Dietrich von Naumburg gegründet. Nachdem zunächst nur Mönche beherbergt wurden, durften ab 1234 auch Nonnen des Benediktinerordens Unterschlupf suchen. 1261 wird neben dem Kloster die Kirche St. Marien im gotischen Baustil vollendet. Unter dem Schutz des Klosters siedelten sich Bauern hier in der Region an. Die Klosterkirche St. Marien entstand 1244 bis 1261 als gotisches Bauwerk nach einer Feuersbrunst des Jahres 1243, durch die eine ältere Gottesdienststätte innerhalb des Klosters zerstört worden war. 1742 bis 1745 erhielt die Kirche den heutigen Turm mit barocker Haube, Laterne und Spitze. An das tonnengewölbte Langhaus
schließt sich der schmalere Chor mit reichem spätgotischen Sternnetzgewölbe an. Aufgrund weiterer Zerstörungen durch Feuer und anschließenden Aufbaumaßnahmen wurde das Bild der Klosteranlage ständig verändert. Die drei Gruften dienten den jeweiligen Besitzern als Begräbnisstätten.
In zwei Gruften sind die Toten bis heute als lederartige Mumien erhalten geblieben. Im ehemaligen Klostergarten besuchen die Riesaer und ihre Gäste gern den Heimtiergarten.
Über 60 Tierformen, überwiegend europäische Wildtiere, gibt es auf dem 3 ha großen Gelände.










