Tourismus in Sachsen

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Museen & Galerien

Halsbrücke

Die Gemeinde Halsbrücke mit ihren Ortsteilen Conradsdorf, Erlicht, Falkenberg, Haida, Halsbrücke, Hetzdorf, Krummenhennersdorf, Niederschöna, Oberschaar und Tuttendorf liegt im Landkreis Mittelsachsen, nordöstlich von Freiberg. Das Wahrzeichen von Halsbrücke ist die in den Jahren 1888/89 erbaute Hohe Esse mit einer Höhe von 140 m. Mit dieser enormen Größe war sie einst die höchste Ziegelesse Europas. Im Jahre 1612 gab es hier eine Schmelzhütte und von 1791-1857 ein Amalgamierwerk zur Aufbereitung von Silbererz, welches im Jahre 1815 mit der ersten Gasbeleuchtung Europas ausgestattet wurde. Sehenswert ist ebenfalls der Bergwerkskanal mit einem 12 m hohen Kahnhebehaus (erbaut 1785 - es gilt als das erste europäische Schiffshebewerk). Ein weiteres interessantes Bauwerk ist die Altväterbrücke. Entstanden ist diese etwa 70 Meter lange Steinbogenbrücke um das Jahr 1500 und wurde von 1686 bis 1715 als Aquädukt zur Aufnahme eines Kunstgrabens genutzt. Heute ist nur noch der untere Teil des 1893 gesprengten historischen Bauwerkes als Straßenbrücke vorhanden. Bedeutend für den Gesamtbergbau der Region ist die untertägig vorhandene Anlage des Rothschönberger Stollens als Hauptentwässerung des Freiberger Bergbaureviers, welcher mit einer Gesamtlänge von 13,6 km in Teilen Halsbrücke und Krummenhennersdorf unterquert. Zeugnis geben zahlreiche Lichtlöcher und Bergbauresthalden.

Waldheim

In Waldheim gibt es nicht nur überirdisch eine Menge zu entdecken. Bei einer Kellerbergführung können Sie auch in Waldheims Untergrund abtauchen. Hervorgegangen sind die Keller aus dem Abbau von Serpentinit, welches als Baumaterial und für Gebrauchs- und Kunstgegenstände wie Schreibtischgarnituren, Schalen usw. Verwendung fand. Es entstand ein Labyrinth von Stollen mit einer Gesamtlänge von über 800 m. Diese Hohlräume wurden aufgrund des Temperaturverhaltens des Gesteins (im Sommer - Kühlung, im Winter - Wärmespeicherung) zur Lagerung von Lebensmitten genutzt. Sie dienten aber auch zum Schutz vor Gefahren. Von der zwischenzeitlich unter Denkmalschutz stehenden Anlage können Interessenten einen mit Holzausbau und Spritzbeton gesicherten 200 m langen Bergkeller besuchen.

Bergbau Olbernhau

Der deutsch-tschechische Bergbaulehrpfad führt zu insgesamt 14 Stationen, zu denen man laufen oder fahren kann. Beginnen kann man zum Beispiel der Marktplatz in Olbernhau. Dort befindet sich auch das Museum Olbernhau, in dem man viele Informationen zur Bergbaugeschichte findet. Der Weg verläuft weiter zum Poppschen Gut mit Sicht auf das ehemalige Blechwalzwerk vorbei am Forstgartenweg zum Gnade Gottes Erbstollen. Dort informiert außerdem die IG Bergbau & Mineralien Olbernhau und Umgebung e.V. auf eigenen Tafeln ausführlich auch zum zweiten Mundloch des Hand Gottes Stollen. Weiter geht es den Hüttengrund hinunter, unterhalb der Kirche in Oberneuschönberg erfährt man einiges über den Neuhammer und das Walzgerüst. Eine weitere Tafel befindet sich am Althammer, wobei das gesamte Saigerhüttengelände einschließlich Saigerhüttenmuseum umfangreiche Kenntnisse über das Hüttenwesen und den Bergbau vermittelt. Ein weiterer Standort des Bergbaulehrpfades ist am Rothenthaler Parkplatz mit Informationen zur ehemaligen Gabriela Hütte und zum Abbau von Anthrazitkohle in Brandau sowie ein Hinweis auf den grenzüberschreitenden Wanderweg. Eine weitere Strecke, die auch gefahren werden kann, führt nach Deutschkatharinenberg zum Fortuna-Abenteuerbergwerk und über den grenzüberschreitenden Wanderweg zum Nikolaistollen. Am PKW-Grenzübergang Deutscheinsiedel/ Mnisek schließt sich der Lehrpfad auf deutscher Seite und wird seine Weiterführung auf tschechischer Seite finden.

Baruth

Die Gegend um Baruth ist durch die mit hohen Bäumen bewachsenen rechten und linken Arme des Löbauer Wasser als Auenlandschaft gekennzeicnet. Vom Schafberg genießt man bei schönem Wetter einen herrlichen Ausblick. Der zur Zeit noch in Betrieb befindliche Steinbruch des Schafberges soll in wenigen Jahren den Abbau des Basaltgesteines einstellen und das alte Werk ist bereits als technisches Denkmal eröffnet und dokumentiert für Besucher sehr anschauungsvoll, wie in früheren Jahren das Gestein abgebaut und aufgeabeitet wurde. Besichtigung und Führungen können angemeldet werden

Drehsa

Ein ebenso geschichtsträchtiger Ortsteil von Weißenberg ist Drehsa. Diese Gemeinde liegt südlich von Wurschen. Das Fürstengeschlecht von Hanau beherrschte über lange Zeit den Ort. Ein altes Schloß, welches leider derzeit ungenutzt ist, ein Schloßpark und die "Drehsaer Schweiz" erinnern noch an diese Zeit. Vom restaurierten Wasserturm genießen Sie einen schönen Rundblick über die Oberlausitz und bei einer Wanderung durch die Drehsaer Schweiz können Sie in einer Felshöhle eine überlebensgroße Sandsteinfigur entdecken, den "Siegfried" aus der Nibelungensage. Die in der Nähe befindliche Fürstengruft ist ebenfalls ein Zeuge alter Zeiten in Drehsa.

Rothschönberger Stolln

Der Rothschönberger Stolln ist der tiefste Revierstolln des Freiberger Silberbergbaureviers wurde zwischen 1844 und 1877 nach Plänen des Berghauptmanns von Herder angelegt und entwässert noch heute das Freiberger und das Brand-Erbisdorfer Bergbaurevier. Von hier aus wurde er fast in gerade Linie über eine Länge von 13,9 km bis zum Bergwerk "Beihilfe" in Halsbrücke (nördlich von Freiberg) aufgefahren. Von dort aus verzweigt er sich und erreicht am Drei-Brüder-Schacht in Freiberg-Zug eine Tiefe von 272 m unter der Oberfläche. In der Triebischtalbaude kann man sich zu einer Besichtigung des Stollns am Stollntor anmelden

Seilitz

Das Bergwerk der "Staatlichen Porzellan-Manufaktur Meissen" in Seilitz ist heute eine Besonderheit. Es ist das kleinstes Bergwerk Deutschlands und die älteste noch in Betrieb stehende Kaolingrube in Europa. Die Grube ist von großer Bedeutung für die regionale Wirtschaft. Im engeren Sinne bietet die Grube heute Arbeit für drei Bergleute, im weitere Sinne für etwa 900 Meissener Manufakturisten in der "Staatlichen Porzellan-Manufaktur Meissen", in der das weltberühnmte "Meissener Porzellan" hergestellt wird, das wiederum jährlich zahlreiche Touristen nach Meissen und in die Region zieht. Die "Kaolin- und Tonwerke Seilitz-Löthain GmbH" beschäftigt derzeit 20 Arbeitskräfte und produziert jährlich eine Menge von 12.000 Tonnen aufbereiteten Kaolins. Das Unternehmen beliefert mit dem Seilitzer Kaolin Firmen aus der ganzen Welt, die das Kaolin vorwiegend zur Herstellung von Elektroporzellan, Fein- und Sanitärkeramik verwenden. Über das Bergbau-Museum in Mehren wird Interessierten Einblick in die Geschichte des Abbaus des Kaolin gewährt. Im Museum finden sich viele Ausstellungsstücke aus der Zeit des bergmännischen Handwerks vergangener Zeiten. Führungen durch das Museum können angemeldet werden in der "Kaolin- und Tonwerke Seilitz-Löthain GmbH" unter 03521 / 41 6374.

Schönborn-Dreiwerden

Die Erzbahn wurde in den Jahren 1858 bis 1859 erbaut, um die im Silberbergwerk "Alte Hoffnung Erbstolln" aus 298 Meter Tiefe geförderten Erze, auf dem Schienenwege zur Erzwäsche Dreiwerden zu transportieren. In der Silberwäsche erfolgte die Aufbereitung der Erze für den Schmelzprozess, der in Freiberg vor sich ging. 1885 schloss das Bergwerk und die Bahn verfiel. 1998 begann der Verein "Förderkreis für den historischen Bergbau im mittleren Zschopautal" mit dem Wiederaufbau der Erzbahn, nun allerdings für den Personentransport. Touristen und Schulklassen haben damit die Möglichkeit, mit original bergmännischen Personenwagen bis an das Tor zum Silberbergwerk zu fahren

Rottwernsdorf

Der Ort, der früher von der Landwirtschaft und Steinbrecherei geprägt war, wurde erstmals 1337 erwähnt und besitzt ein Schloss mit einem Renaissanceportal aus dem 16. Jahrhundert. Schloss Rottwerndorf geht auf eine 1327 erstmals erwähnte Wasserburg zurück, die um 1554/55 bei einem Brand zerstört wurde. Kurfürst August I. ließ die Anlage zwischen 1556 und 1561 von einem unbekannten Baumeister als Schloss im Stil der Renaissance wiederaufbauen. Der Grundriss basiert auf einem dreigeschossigen rechteckigen Gebäudelkern, der an den vier Ecken um erkerartige Flügel mit Volutengiebeln ergänzt wurde. Nach der Fertigstellung schenkte August das Schloss seinem Gesandten Damian von Sebottendorf. Es verblieb bis 1710 im Besitz der Familie Sebottendorf, danach zählten die Herren von Berbisdorf und von Leyser zu den Besitzern. Aus den Händen der Familie von Miltitz ging das Schloss schließlich an bürgerliche Besitzer über. Zu Ihnen zählte u. a. der Pirnaer Superintendent Tischer (Besitzer von 1817 bis 1838), der Ökonomierat Hermann Degenkolb (1900 bis 1917) und der Tabakfabrikant Hugo Zietz (ab 1917), Besitzer der bekannten Yenidze in Dresden. Aus dem Besitz von Zietz ging das Schloss 1927 an die Stadt Pirna über. Nach Ende des Zweiten Weltkrieges wohnten Umsiedler im Schloss. Seit 1998 steht der gesamte Komplex von Schloss und Wirtschaftsgebäuden leer, verfällt zusehends und ist stark sanierungsbedürftig. Gleiches trifft auf den ehemaligen Schlosspark mitsamt der Orangerie zu.

Bergbau- u. Naturdenkmal Geyer

Zwei Bingebrüche in den Jahren 1704 und 1803 schufen diesen riesigen Einbruchkrater. Das Gestein litt durch die Abbaumethode (Kammerabbau) des Feuersetzens sehr an seiner Festigkeit und es kam zu diesen gewaltigen Einstürzen. Das Felsmassiv des "Knauers" ragt aus der kraterförmigen Vertiefung. Die Binge hat einen Durchmesser von ca. 200 - 250 m und eine Tiefe von 50 - 60 m. Noch heute ruhen zwei verschüttete Bergleute unter den Gesteinsmassen. Es sind ehemalige Grubenbaue von etwa 250.000 Kubikmeter vorhanden. Durch den Bingekrater führt ein Lehrpfad (Begehen auf eigene Gefahr), der über geologische Gegebenheiten und seltene Pflanzen und Tiere informiert.

Monatliche geologische Führungen im Sommerhalbjahr

Besichtigung im Sommerhabjahr - im Winter eingeschränkt

Begehen auf eigene Gefahr - nur auf ausgeschilderten Wegen

Oschatz

In Oschatz hat einiges Gewicht. Das Waagenmuseum erzählt die Erfolgsgeschichte der Gebrüder Pfitzer. Schon 1862 präsentierten sie die Pfitzerische Personenwaage auf der Weltausstellung in London, auch als Ratsherrenwaage bekannt. Damit schafften die Unternehmer den internationalen Durchbruch der 1845 gegründeten ersten deutschen Waagenbaufabrik. Und Oschatz kann heute am Beispiel von über einhundert Waagen die Entwicklung vom ersten bis zum neusten Modell zeigen. Das Museum befindet sich in der Amts- und Ratsfrohnfeste im Torschreiberhaus, einem Teil der mittelalterlichen Stadtbefestigung. Das Wahrzeichen der Stadt ist die St. Ägidienkirche im neugotischen Stil. Die 75 Meter hohen Zwillingstürmeragen weithin sichtbar heraus. Das Buntglasaltarbild, die Türmerwohnung und die Jehmlich-Orgel der traditionellen Dresdner Orgelbauerfamilie in der Stadtkirche kann man als ware Schätze bezeichnen. Auf nostalgische Art kann der Besucher reisen, der genug Zeit mitgebracht hat. Die Schmalspurbahn "Wilder Robert" wird jeden letzten Sonntag im Monat zur Sonderzugfahrt angeheizt. Die 750-mm- Schmalspurbahn dampft die 18 Kilometer von Oschatz durch das Döllnitztal über Mügeln nach Kemmlitz. Seit 1884 fährt die historische Bahn auf dieser Strecke

Barnitz

BarnitzTypisch für das Gebiet der Lommatzscher Pflege sind die dicht an dicht liegenden Herrenhäuser. Seinen Reichtum verdankte das Land den fruchtbaren Böden. In direkter Nachbarschaft zu Miltitz finden wir das Dorf Barnitz mit seinem Herrenhaus, welches 1731 vom damaligen Gutsbesitzer von Köhler erbaut wurde. Das Ensemble umfasst ein Rittergut, in welchem heute ein landwirtschaftlicher Betrieb existiert. 1912 bis 1913 wurde das Herrenhaus durch den Besitzer Fritz Oehmichen umgebaut und erhielt ein zweites Obergeschoß. Der Innenraum wurde im Jugendstil eingerichtet. Nach der Enteignung 1945 wurde das Gebäude als Ausleihstation und später als Wohnhaus genutzt. Nach umfassenden Sanierungen 1997 und 2000 ist heute ein Kindergarten darin untergebracht

Zwinger Dresden

zwinger1Erbaut wurde dieser "Edelstein deutscher Barockkultur" vom Baumeister Matthäus Daniel Pöppelmann und dem Bildhauer Balthasar Permoser in der Zeit von 1709 bis 1722. Die Bezeichnung "Zwinger" stammt eigentlich aus dem Festungsbau und bedeutet soviel wie "unbebauter Bereich zwischen äußeren und inneren Wehrmauern". Dennoch war der Zwinger nicht als Festungsbau geplant, sondern als Rahmen für Hoffeste und als Endpunkt glanzvoller Umzüge durch die Stadt gedacht. Die Umbauung des Zwingers besteht aus dem Kronentor und zweigeschossigen Pavillons, die durch Galerien miteinander verbunden sind. Umschlossen wird das Bauwerk vom Zwingergraben.zwinger In den letzten Tagen des zweiten Weltkrieges wurde auch der Zwinger fast vollständig zerstört. Der Wiederaufbau begann jedoch bereits 1946. Da der weiche Sandstein sehr anfällig gegenüber Schadstoffen in der Luft und im Regen ist, müssen die Fassaden und die Figuren im Zwinger fast ständig saniert werden. Im Sommer 2002 hat das Hochwasser dem Bau schwer zugesetzt, die Instandsetzung ist jedoch fast abgeschlossen.

Zwickau

Schloss OstersteinDie Geschichte vom Schloss Osterstein reicht bis weit ins Mittelalter zurück. Erstmals urkundlich erwähnt wird es 1292 als "castrum Czwickaw". Nach mehreren Bränden und Umbauten bekam es dann im Jahr 1565 seine jetzige Bauform (anderen Quellen zufolge zwischen 1587 und 1590) . Entsprechend der Zeit ist es eindeutig der Renaissance zuzuordnen. Am Anfang des dreißigjährigen Krieges zerstört, wurde es schon 1632 wieder aufgebaut. Seit 1775 diente es dann bis in die 60er Jahre des 20. Jahrhunderts als Gefängnis. Vielleicht hat diese Epoche zur jetzigen Situation wesentlich beigetragen. Es gibt einfach kaum jemand, der mit dem Schloss gute Erinnerungen verknüpft. Dabei hat das Schloss durchaus andere Zeiten und andere Nutzungen erlebt. Über lange Zeit hinweg diente es den sächsischen Kurfürsten bzw. Königen als Wohnstätte, wenn sie sich im Zwickauer Raum aufhielten. Während deren Abwesenheit stand die Anlage nicht etwa leer. Sondern sie war Verwaltungsstätte für den Landesherrn. Der Grundriss stellt eine gewaltige dreiflügelige Anlage dar. Bis auf einige Nebengebäude ist sie im wesentlichen bis heute erhalten. Allenfalls Details (z.B. an den Türmen) sind im Laufe der Zeit verändert worden.
Schloss Osterstein, eines der bedeutendsten Renaissanceschlösser Sachsens, diente bis 1773 zunächst als Justizgebäude, dann als Zucht- und Arbeitshaus, wo auch August Bebel schmachtete. Später wurden politische Gefangene in dem Gebäudensemble untergebracht. Auch in der DDR wurden hier unliebsame Regimegegner im mittlerweile abgerissenen Zellenhaus eingesperrt. Seit 1963 wird das kulturhistorische Schloss nicht mehr genutzt und ist mehr oder weniger dem Verfall preisgegeben. Nur eine Notsicherung an Dächern und Decken verhinderte den Einsturz.
Eine Besonderheit ist das sogenannte Korn- oder Zeughaus. Dieses, neben dem eigentlichen Schloß stehend, ist noch älter und als Baudenkmal fast noch bedeutender. Es entstand 1481 als Vorratsgebäude für Getreide, das ja irgendwie sicher gelagert werden mußte. Zu jener Zeit hatte eigentlich jede Stadt etwas vergleichbares. Zwickau ist in der glücklichen Schloss Osterstein alte AnsichtLage, daß dieses Gebäude die Zeiten überdauerte. Das gilt um so mehr aufgrund der Größe des Kornhauses. Es gibt nur wenige bürgerliche Bauten von derartigen Ausmaßen im gotischen Baustil.
Gerade der riesige, vielgeschossige gotische Dachstuhl ist in seiner Art in Deutschland einziartig. Fachleute verweisen allenfalls auf eine ähnlich Anlage in Nürnberg.

Zuschendorf

Schloss ZuschendorfDas Landschloß Zuschendorf liegt am Ortsausgang von Pirna in Richtung Liebstadt. Eine Burg soll hier bereits seit dem 11. Jahrhundert nachweisbar sein. Zuschendorf gilt als ältester Stammsitz der Familie von Carlowitz. Das Schloß entstand 1553 durch Umbau unter Hans II. von Carlowitz. Viele Bauteile der alten Burg sind im heutigen Schloß noch erkennbar. Nach dem Ende der Carlowitzschen Herrschaft 1695 wechselten die Besitzer häufig. So wurde u. a. 1730 von Johann Georg Stöckel der Lustgarten angelegt. ZuschendorfAuch das Wirken von Dr. Karl Heinrich Schulz und Freiherr Xaver von Lentz prägten das Schloß. Mit dem Kauf der Anlage 1988 durch das VEG Saatzucht Zierpflanzen Dresden wurde der einsetzende Verfall gestoppt. Es begann der systematische Wiederaufbau und die Rettung des Schlosses. Wichtige sächsische Gartentraditionen wie die Zucht von Kamelien, Azaleen, Hortensien und Bonsai sind ostasiatischen Ursprungs, und erforderten bei der Parkgestaltung eine Hinwendung zum sächsisch-chinoisen Stil

Zschopau

WildeckDie erste urkundliche Erwähnung einer mittelalterlichen Befestigungsanlage in Zschopau stammt aus dem Jahre 1299. Die Ursprünge sind jedoch weitaus älter, denn die Burg entstand wahrscheinlich schon im 12. Jahrhundert. Anfänglich diente die Wehranlage dem Schutz des "Alten Böhmischen Steiges", einer Handelsstraße, die von Halle über Leipzig bis nach Prag führte. Nach den Burggrafen von Leisnig ging der Besitz an die Waldenburger über, bis schließlich 1456 die Wettiner Herren auf Burg Zschopau wurden. 1545 bis 1547 wurde die Burg auf Betreiben des Herzogs Moritz zum Jagdschloss im Renaissancestil umgebaut. Ende des 15. bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts war das Schloss Sitz der kursächsischen Wild- und Forstmeisterei. Seit 1994 ist die Stadt Zschopau Eigentümer des Schlosses Wildeck. Im Schloss befinden sich eine Ausstellung über die Geschichte der Stadt Zschopau, das historische Buchdruckmuseum, eine Motorradausstellung und die Touristeninformation

Zabeltitz

Zabeltitz GartenZabeltitz hat gleich 2 Schlösser zu bieten: Das Alte Schloß wurde unter Kurfürst Christian I. und unter seinem Sohn Christian II. von 1588 - 1598 im Renaissancestil errichtet. Es diente ursprünglich als Unterkunft für das Gefolge bei den großen kurfürstlichen Jagden in den Wäldern des Schradenwaldes. Das erste Jahrzehnt des 17. Jahrhunderts war für Zabeltitz eine Glanzzeit mit zahlreichen großen Jagden. 1657 und 1659 fanden die letzten großen Jagdlager in Zabeltitz statt. Das Alte Schloß mit seinen prächtigen Renaissancegiebeln und dem Treppenturm ist vollständig erhalten. BarockgartenEin Teil des ehemaligen Stalles wird heute als Schloßsaal für Veranstaltungen genutzt und vermietet. 1949 zog das erste Landambulatorium Sachsens in das Alte Schloß ein. Heute beherbergt es u.a. Wohnungen, Büroräume, Fremdenverkehrsamt, das Schloßstandesamt und ein Restaurant.
Das Palais entstand in seiner heutigen Form aus einem mehrfach umgebauten Renaissanceschloß, an dessen Platz ursprünglich eine Wasserburg zum Schutz der alten Salzstraße gestanden hatte. Nach 1728 erfolgte der umfassende Umbau im Auftrag des Grafen von Wackerbarth. Die erhalten gebliebenen Baupläne zeigen, daß er das Palais gern vergrößern wollte. Geld- und Zeitnot verhinderten jedoch die Umsetzung, da der PalaisUmbau bis zum ganz in der Nähe stattfindenden Zeithainer Lustlager (1730), das unter seinem Oberbefehl stattfand, abgeschlossen sein mußte. Ende des 20. Jahrhunderts befand sich in dem Gebäude eine Schulungsstätte. Eine grundlegende Rekonstruktion erfolgte nach 1989. Heute wartet das Palais auf eine neue Nutzung und steht zum Verkauf.

Wolkenstein

Wolkenstein AnsichtWolkenstein liegt nördlich von Annaberg-Buchholz und gehört zu den ältesten Siedlungen in oberen Erzgebirge. Archäologische Funde zeigen, daß die Burg Mitte des 12. Jahrhunderts errichtet wurde. Urkundlich wird sie aber erst 1350 genannt. Sie war an einen mittelalterlichen Handelsweg gebunden, der von Waldenburg über Stollberg, Wolkenstein, Reitzenhain bis nach Prag verlief. Wolkenstein EingangDie Wehranlage entwickelte sich zum Mittelpunkt der Herrschaft von Waldenburg, die durch den Silberbergbau an Bedeutung gewann. In deren Händen befand sich der Ort bis 1479. Danach fiel Wolkenstein als Lehen an die Wettiner. Nach 1500 erfolgte der Umbau zum Wohnschloß durch die neuen Besitzer. Zwischen 1503 und 1539 diente das Schloß Herzog Heinrich zeitweilig als Residenz. In den Räumen des spätgotischen Südflügels wurde 1964 das Natur- und Heimatkundemuseum eingerichtet. Alljährlich zum Himmelfahrtstag lockt das traditionelle Burgfest tausende Besucher in die Stadt. Umzüge, Gaukler, Sänger, Landsknechte und Soldaten versetzen die Gäste um Jahrhunderte zurück

Wolkenburg

Schloss WolkenburgDer Ursprung der ersten Siedlungen, die um Wolkenburg enstanden, gehen in das 12. Jahhundert zurück.. Man spricht davon, das die Gegend zwischen Mulde und Wiera nach 1103 durch Wiprecht von Groitzsch besiedelt wurde.. Die Besiedlung wurde nach 1124 durch dessen Sohn Heinrich und später durch Markgraf Konrad von Wettin weitergeführt.
Das Schloss, auf einem hohen Granitfelsen gebaut hat eine der ältesten Parkanlagen Sachsen. Die heutige Anlage war ursprünglich im letzten Drittel des 12. Jahrhunderts als Burg erbaut worden. Sie diente im Besonderen als Schutz der Handelswege von Böhmen und der Furth durch die Mulde. Erst im 17. Jahrhundert wurde die Burganlage zum Schloss umgebaut.
Vermutlich waren die ersten Besitzer Reichsministeriale, die sich nach der namentlich gleichen Burg ursprünglich "von Wolkenberg", erstmals 1241 urkundlich erwähnt, nannten. Das Colditzer Adelsgeschlecht ist von 1302 bis 1404 alleiniger Besitzer von Wolkenburg. Schon vor 1345 begann der Erzabbau auf dem Ullrichsberg. Durch die vorhandene Wasserkraft begünstigt, entstanden an der Zwickauer Mulde und in der näheren Umgebung schon im 14. und 15. Jahrhundert die ersten Mühlen. Im Jahr 1472 wurde die Wolkenburger Mühle als ehemaliger Besitz von Kunz von Kauffungen urkundlich erwähnt. 1404 war Wolkenburg in markgräflich-meissnischen Besitz. 1409 werden als Besitzer Heinrich und Klaus von Einsiedel erwähnt. Die Familie von Kauffungen war Besitzer von 1416 bis 1455. Durch den Prinzenraub und die damit verbundene Hinrichtung des Kunz von Kauffungen in Freiberg 1455 geht Wolkenburg wieder an den sächsischen Kurfürsten zurück. Ab 1485 waren die Herren von Ende Besitzer der Burg, welche 1627 ihre Herrschaft an Heinrich Hildebrand von Einsiedel auf Scharfenstein verkauften. Im Besitz derer von Einsiedel verbleibt Wolkenburg bis zur Bodenreform 1945.
Im Schlosspark wurden im Auftrag vom Besitzer des Schlosses Detlev Carl Graf von Einsiedel (1737 bis 1810) die Eisenkunstgussplastiken aus dem Lauchhammerwerk aufgestellt.

Wiprechtsburg

WiprechtsburgDer als Stadt erstmals bei Thietmar von Merseburg genannte Ort Groitzsch entwickelte sich planmäßig im Schutz einer Burg, die nach 1073 durch Wiprecht von Groitzsch ausgebaut wurde und um 1100 zu einer der größten Festungen Sachsens zählte. Bis zu ihrer Zerstörung um 1306 war die Burg Zentrum eines ausgedehnten Herrschaftsgebietes, das sich bis nach Leisnig und Dornburg erstreckte. Aus der Ruine an der Straße nach Pegau entnahmen die Groitzscher im 15. und 16. Jahrhundert ihr Baumaterial. So überdauerten von der Wiprechtsburg auf dem Groitzscher Berg nur noch Reste eines runden Wohnturms und einer romanischen Rundkapelle, die mit den böhmischen Rundkirchen verwandt ist.
1849 waren die alten Gemäuer entdeckt worden. Die Freilegung erfolgte 1959-67 durch Herbert Küas. Um die rekonstruierte Anlage, die zu einer Freilichtbühne ausgebaut worden ist, führt ein begehbarer Wall - höchster Punkt des zum Erholungspark ausgebauten Gesamtareals. Sehenswert ist die Wegesäulen-Ausstellung.

Wildenfels

WildenfelsDas Städtchen Wildenfels liegt zwischen 350 und 400 Metern hoch auf einem Felssporn, der von den Tälern des Härtensdorfer und des Zschockener Baches umschlossen wird. Rund 11 Kilometer südöstlich von Zwickau gelegen und nur zwei Kilometer von der Autobahnabfahrt Zwickau-Ost entfernt ist Wildenfels gut zu erreichen. Empfehlenswert ist ein Besuch in Wildenfels allemal. Bekannteste Sehenswürdigkeit ist das Schloss Wildenfels, das gegenwärtig im 2. und 3. Bauabschnitt restauriert wird. In den Schlossräumen sind wertvolle Wandgemälde und Deckenmalereien zu besichtigen.
Wer in hochherrschaftlichem Ambiente den Bund der Ehe eingehen möchte, kann dies im vom Standesamt genutzten Trauungszimmer im Schloss tun.
Sehenswert ist das gesamte ca. 10 ha große Gelände des Schlosses. Ein Spaziergang durch den Schlossgarten und den Schlosspark samt Schlossteich sollte man sich nicht entgehen lassen.
Aber auch ein Bummel durch die engen Gassen des romantischen Städtchens und ein Besuch der Wildenfelser Kirche darf nicht versäumt werden. 

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