Tourismus in Sachsen

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Mühlen in Sachsen

Kottmarsdorf

Die Kottmarsdorfer Bockwindmühle wurde im Jahre 1843 erbaut und steht auf dem 435 m hohen Pfarrberge. Sie war genau 100 Jahre in Betrieb. Um die Werterhaltung der Mühle bemühen sich die Gemeinde und die Natur- und Heimatfreunde Kottmarsdorf e.V. gemeinsam. Die Mühle ist funktionstüchtig und kann besichtigt werden. So findet alljährlich zum gesamtdeutschen Mühlentag am Pfingstmontag, aber auch zum Mühlenfest oder zu anderen Anlässen, das traditionelle "Schaudrehen" der Mühle in den Wind statt, wo die Mühlengäste selbst mit anpacken können. In der gemütlich-rustikal eingerichteten Schaubackstube im Müllerhaus werden Brot und leckerer Kuchen nach traditioneller Art im Holzbackofen gebacken und verkauft. Im Jahresverlauf finden weit über die Grenzen der Oberlausitz hinaus bekannte und beliebte Veranstaltungen auf dem Mühlenareal statt, so zum Deutschen Mühlentag (immer am Pfingstmontag), zum Kottmarsdorfer Mühlenfest (aller 2 Jahre), aber auch die Backtage, das Schlachtfest und viele kleinere Veranstaltungen gehören dazu. Wir würden uns freuen, Sie als Gäste an und in unserer Mühle begrüßen zu dürfen, egal ob zu einer der beliebten Veranstaltungen rund um die Mühle oder einfach mal zwischendurch, um den schönen Rundblick über die Landeskrone, den Löbauer Berg, das Mittellausitzer Bergland, das Zittauer Gebirge bis hin zu den Ausläufern des Iser- und Riesengebirges zu genießen oder die Mühle vielleicht als Ausgangspunkt für eine Wanderung auf den Kottmar zu nehmen

Niedere Mühle (Oderwitz)

Die Niedere Mühle wird mit dem Namen "Kleine Mühle" im Jahre 1770 in der Korschelt-Chronik erwähnt. In einem Trägerbalken des Mühlenhauses ist die Jahreszahl 1652 eingehauen und heute noch erkennbar. Im Jahre 1903 kaufte Heinrich Emil Neumann die Mühle und vererbte sie über 3 Generationen an den heutigen Eigentümer Heinz Neumann. Am Anfang wurde die Mühle mit einem Wasserrad angetrieben. 1927/28 erfolgte der Umbau auf Antriebe durch eine Wasserturbine. Das hydraulische Wehr wurde im Winter durch starken Eisgang zerbrochen, danach erfolgte der Mühlenantrieb nur noch durch Elektromotoren. Die Mühle ist heute nicht mehr in Betrieb, kann jedoch nach Absprache besichtigt werden.

Neumann-Mühle (Oderwitz)

Die jüngste der noch erhaltenen Bockwindmühlen in Oderwitz drehte ursprünglich ihre Flügel im böhmischen Ullersdorf. 1867 wurde sie mit 18 Pferdegespannen nach Oderwitz gebracht. Sie steht seither am Kühnelberg. Jeder Flügel ist knapp 9 Meter lang und 15 Zentner schwer, der eiserne Wellenkopf wiegt 40 Zentner. Das Fassungsvermögen der Mühle beträgt ca. 100 Zentner Korn. Das angrenzende Mühlenwohnhaus mit Backstube wurde vorwiegend auf Basaltsteinen gebaut. Besichtigungen sind nach Absprache möglich

Bertholdmühle (Oderwitz)

Keine Bockwindmühle, sondern eine ehemalige Wassermühle ist die seit 1769 in Familienbesitz befindliche Bertholdmühle. Der Antrieb der Mühle wurde seit Anfang der 30er Jahre mit Dieselmotoren unterstützt, da die Wasserströmung immer mehr zurückging. Anfang der 60er Jahre kam die Wasserströmung ganz zum Erliegen. Seitdem läuft die Produktion mit Elektroenergie. Ein Besuch des Mühlenladens und Besichtigungen während des Betriebes nach Absprache sind möglich

Birkmühle Oderwitz

Sie wurde 1800 im etwa 20 km entfernten Burkersdorf erbaut. 1817 wurde sie zu ihrem heutigen Standort in Oderwitz gebracht. 1856 erhielt der damalige Mühlenbesitzer die Realkonzession zum vollständigen Gaststättenbetrieb. Auch heute noch ist die Gaststätte "Birkmühle" ein beliebtes Ausflugsziel mit einer wunderbaren Aussicht auf das Oberlausitzer Bergland. Bei günstigen Windverhältnissen sind Schauvorführungen möglich. Besichtigungen täglich von 12.00 - 17.00 Uhr oder nach Absprache, Dienstag und Mittwoch Ruhetag.

Bernd-Mühle Oderwitz

Die älteste der Oderwitzer Bockwindmühlen wurde 1787 am heutigen Standort errichtet. Bis Ende des 2. Weltkrieges wechselte insgesamt 6 mal der Besitzer. Am längsten (für 3 Generationen) hat die Familie Berndt die Mühle besessen - daher der Name "Berndt-Mühle". 1947 kaufte das Umsiedlerehepaar Hauck die Mühle und stellte sie auf kombinierte Wind- und Elektroenergie um. So konnte auch bei Windstille weitergearbeitet werden. Besichtigung nach Absprache möglich.

Braunmühle Dörntal

Die Mühle ist eine alte Getreidemühle aus dem Jahre 1650, mit sehenswerter Mühlentechnik, welche teilweise noch funktionstüchtig ist. Im Erdgeschoss befindet sich eine Traditionsgaststätte mit Holzbrandbackofen. Hier werden typisch erzgebirgische Gerichte angeboten, wie z.B. Buttelmilchgetzen oder Klitscher und vieles mehr rund ums Leinöl.

Führungen sind nach Voranmeldung möglich. Telefon: 037360/6250

Ölmühle Dörntal

Am 02.12.1650 wird die Dörnthaler Ölmühle durch den damaligen Besitzer erstmals urkundlich erwähnt. Man geht aber heute davon aus, dass sie noch älter ist. Von Generation zu Generation wurde die Mühle weitervererbt. Heute ist die Dörnthaler Ölmühle die älteste noch produzierende Ölmühle in Deutschland und beliebter Anziehungspunkt für Besucher entlang der Mühlentour an der Silberstraße. Traditionsgemäß werden jedes Jahr zum Mühlentag und zum Tag des traditionellen Handwerks Führungen angeboten. Gruppen ab 10 Personen, sollten sich im vorab für eine Führung anmelden.

Geschäftszeiten:
Montag - Freitag     von 7.30 Uhr bis 16.30 Uhr
Samstag und Sonntag nach Vereinbarung

Ölmühle Pockau

Die Pockauer Ölmühle ist als einzige von ehemals 16 Mühlen im Mündungsgebiet der Pockau in die Flöha im ursprünglichen Zustand erhalten geblieben. Wurde in Pockau bereits vor über 350 Jahren Leinöl produziert (um 1650 entstand im Martenbüschel die erste Pockauer Ölmühle), gibt es Ölherstellung hier gegenwärtig leider nicht mehr. Doch im technischen Museum Ölmühle kann der Besucher auch heute noch Mühlennostalgie erleben. Funktionstüchtige Technik demonstriert Technologie der Ölgewinnung aus verschiedenen Jahrhunderten.

Öffnungszeiten: 15. Mai - 15. Oktober Ölmühle Pockau Mittwoch 15.00 - 16.00 Uhr Mühlenweg 5b Samstag 9.00 - 11.00 Uhr 09509 Pockau 14.00 - 16.00 Uhr Tel. 037367/3 13 19

Sonderführung nach Vereinbarung

Fehrmannmühle Coblenz

Die Entstehung der Mühle geht auf das Jahr 1626 zurück. Nach einem verheerenden Brand im Jahr 1826 wurde die Mühle neu aufgebaut und später immer wieder erweitert. Eine sehenswerte Besonderheit dieses technischen Denkmals ist die durch Transmissionsriemen gewährleistete Kraftübertragung über sieben Stock- werke. Vom Balken aus dem Jahre 1832 bis zur letzten nach dem Krieg eingebauten Maschine ist alles im Originalzustand anzutreffen. Die gesamte Maschinerie ist jederzeit betriebsbereit, vorführbar und bietet so einen Einblick in das Müllerhandwerk. Um die Mühle erhalten zu können, wurde der Förderverein "Fehrmann-Mühle Coblenz e. V." gegründet. Er sichert auch die Teilnahme am Deutschen Mühlentag und organisiert weitere Veranstaltungen in diesem außergewöhnlich historischen Rahmen.

Großpostwitz

Der wohl älteste gewerbliche Ort von Großpostwitz ist die imposante Schabelmühle an der Spree, sie besteht aus zwei zusammenhängenden Gebäuden. Zum ersten das 1823 errichtete zweigeschössige Hauptgebäude mit ausgebautem Mansardendach und den unter Denkmalschutz stehenden Türstöcken. Zum zweiten das 1930 erbaute Speichergebäude. Dachstuhl, Treppen und Zwischendecken des Hauptgebäudes stammen zum Großteil noch aus der Bauzeit, allesamt sind sie Zeugnisse der damals noch hervorragend beherrschten Zimmermannskunst und der meisterhaften Fingerfertigkeit der früheren Konstrukteure. In früheren Zeiten noch angetrieben von einem Wasserrad, erhielt die Mühle 1920 einen Turbinenanbau, welcher Anfang der 1950er Jahre von der Bautzener Firma Weder mit zwei Francisturbinen bestückt wurde.

Luga Bockwindmühle

Die Bockwindmühle wurde 1733 von Christoph von Theler in Saritsch gebaut. 1977 wurde die Windmühle von Saritsch noch Luga transportiert. Am 20. Mai 1978 fand die Einweihung der Mühle am neuen Standort in Luga statt. Vom Windmühlenberg haben Sie einen guten Ausblick auf die Umgebung von Luga.

Großdobschütz

Eine heute noch funktionstüchtige Mühle gab es in Döbschütz schon 1496. Das unter Denkmalschutz stehende Mühlengehöft stammt in seiner jetzigen Form nach einem Brand aus dem Jahre 1802. Über dem Eingang ließ der Meister das Mühlenwappen mit den zwei Löwen anbringen. Das Ziegeldach des Gebäudes zeigt Krüppelwalme und Fledermausluken.

Trado

Trado wurde 1374 erstmals als Matei Tradow erwähnt. Der Name führt auf das wendische Wort tradacz "Mangel" zurück. Eingebettet in eine reizvolle Teichlandschaft bildet Trado im Osten die Grenze zum ehemaligen Preußen. Südlich vom Ort liegt der ca. 1 km entfernte Dorfteil Neu-Trado. 750 m vom Dorf entfernt befindet sich die Krebsmühle am ursprünglichen Lauf der Schwarzen Elster. Die Anlage des alten Dorfes war 1935 noch klar zu erkennen, einzelne Bauerngehöfte lagen um den Dorfteich herum. Daher wird Trado nach seiner Baustruktur als Runddorf oder Rundling eingeordnet.

Quoos

Peter Casowe, ein Ritter im 13. Jahrhundert, und seine Vorfahren verliehen Quoos wohl den Namen. 1409 wurde Quoos das erste Mal in Bautzen unter dem Namen Quassau erwähnt. Zur Pest 1600 wurden die Toten auf dem Totenberg begraben. Um 1800 hat Quoos und Bornitz Martin Miet gehört, sein Grab ist noch heute an der Kirche in Neschwitz zu finden. Zu Ortslage gehört auch eine Bockwindmühle

Garsebach

Die "Garsebacher Schweiz" ist nicht nur die kleinste "Schweiz" weltweit, sondern vor allem ein geologisches Naturdenkmal und das größte Pechstein- Vorkommen Mitteleuropas. Zwischen Robschütz und Meißen lagen auf Garsebacher Flur einst vier Mühlen, von denen die schon seit 1800 als "Fichtenmühle" bekannte Getreidemühle bis heute produziert. Die einstige Walkmühle oder Muckmühle wurde erst nach 1800 erbaut und war bis 1959 in Betrieb. Die Mittelmühle in Garsebach wurde in ihrer heutigen Form zwischen 1830 und 1844 errichtet, hat bis 1972 noch Mehl und Getreideprodukte erzeugt und ist heute ein sehenswertes technisches Museum. Die Barth-Mühle ist bereits um 1600 auf Karten verzeichnet. Die heutigen Gebäude wurden nach einem Brand 1857 errichtet. Bis 1988 hat die Mühle noch Getreide geschrotet, seit 1990 wurde sie zur Gaststätte und als Tagungszentrum umgebaut.

Semmelsberg

Semmelsberg ist einer der jüngsten Orte im Triebischtal, denn erst 1551 werden "dye Leute yhm Semels Grunde" das erste Mal in einer Urkunde genannt, erst 1696 wird der Ort "Semmelsberg" genannt. Deshalb geht der Name auch nicht mehr auf einen slawischen Begriff, sondern auf das mittelhochdeutsche "semel" - Weizenmehl - zurück. Semmelsberg war also auch damals bereits Standort von Mahlmühlen. An der Kleinen Triebisch bestanden die "Grundmühle" und die "Preisker-Mühle". Die Preiskermühle wurde 1723 erbaut. Bereits 1843 kaufte der damalige Mühlenbesitzer das Schankrecht, woraufhin sich die Mühle zu einer beliebten Ausflugsgaststätte entwickelte. 1984 wurde sie geschlossen. Im Dezember 2003 erwarb die Familie Flade die Mühle und will sie wieder aufbauen, hat auch bereits mit vielfältigen Sanierungsarbeiten begonnen.

Dobernitz

Durch den Ort, dessen Bauerngehöfte in der Form eines Gassendorfes angelegt waren, fließt der Schiritzbach, der von Gleina kommt, die Alte Poststraße quert und bei Stösitz in den Mehltheuerbach mündet. 1334 schrieb man den Ortsnamen Dodranwicz. Er bedeutet „Leute des Dobromir“, abzuleiten von altsorbisch dobry = gut und mir = Frieden. Die Bewohner unterstanden grundherrlich zunächst dem Rittergut Stauchitz, seit dem 17. Jahrhundert dem von Hof. Südwestlich vom Dorf befindet sich der Rest eines seltenen technischen Denkmals, eine vollständig in Holz konstruierte Holländerwindmühle. Seit 1935 ist die Gemeinde ein Ortsteil von Staucha.

Raden

Raden ist mit 270 Einwohnern der kleinste aber wohl bekannteste Ortsteil der Gemeinde Röderaue, auf Grund der noch funktionstüchtigen Mühle und des Sägewerkes. Es ist eine Besichtigung der besonderen Art in der Getreide- und Sägemühle in Raden. Hier kann man das traditionelle Handwerk des Getreidemahlens erleben und ein 100 Jahre altes Sägegatter besichtigen. Besichtigungen werden hier sehr oft durchgeführt, und der Pfingstmontag wurde zum Mühlentag erklärt und wird jedes Jahr zünftig gefeiert. Zweimal jährlich, jeweils im Mai und September findet in Raden das Backofenfest statt.

Schänitz

Als slawische Siedlung 1311 unter dem Namen Scheniz erstmals urkundlich erwähnt, gehörte der Ort grundherrlich zu der Meißner Dompropstei. Hier siedelten slawische Volksstämme. 1683 gab es im Ort zehn Bauernwirtschaften, die um 1840 auf vier geschrumpft waren. Erwähnenswert ist noch eine steinerne Holländerwindmühle, diese wurde erst in den letzten Jahren rekonstruiert. Die 18 m im Durchmesser betragenden Flügel wurden nicht mit ersetzt. 1794 ließen J. und C. Schumann die Schänitzer Mühle erbauen. Diese Turmwindmühle hatte einen Durchmesser von 6,5 Metern und ist etwa 15 Meter hoch. Aufzeichnungen deuten darauf hin, dass die Bruchsteine für den Bau aus dem ehemaligen Steinbruch bei Leckwitz stammen und im Winter über die zugefrorene Elbe transportiert wurden. 1916 wurde der Mühlenbetrieb eingestellt.

Pahrenz

Pahrenz wird um 1180 als "Parnitz" erstmals erwähnt. Ein besonderes Wahrzeichen ist die Holländerwindmühle auf dem 141,5 m hohen Windmühlenberg. 1180 wurde Pahrenz als Parnitz erstmalig urkundlich erwähnt. Der Bischof Martin gestattete in diesem Jahr, dass Pahrenz sich von der Kirche Leuben trennt und eine eigenständige Kirchgemeinde mit Dörschnitz bildet. Seit 1547 befand sich neben der Kirche auch die Schule in Dörschnitz. Unter Denkmalschutz stehen in Pahrenz zwei Fachwerk-Wirtschaftsgebäude von 1848 auf der Dörschnitzer Straße 5 und eine zweitorige Kumthalle von 1867 im Grundstück Windmühlenstraße 5. Weithin sichtbares Wahrzeichen des Ortes ist jedoch die Holländerwindmühle am Westausgang des Ortes. Sie steht auf dem 141,4 Meter hohen Windmühlenberg. Bereits 1850 wurde an dieser Stelle eine hölzerne Bockwindmühle aufgebaut, die jedoch 14 Jahre später abbrannte. Ihr folgte 1865 eine Holländerwindmühle aus Holz, die dann 1889 als Steinbau ausgeführt wurde. Das Mauerwerk ist 13 Meter hoch. Die Mühle ist noch heute ein funktionierendes technisches Denkmal. Bis zur Wetterfahne mißt sie 18 Meter und 5,50 Meter am Turm.

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